Mit der steigenden Nutzung von Elektrofahrzeugen laden viele Bürgerinnen und Bürger ihre Fahrzeuge regelmäßig an privaten, häufig frei zugänglichen Wallboxen auf. Diese Entwicklung machen sich derzeit unbekannte Täter zunutze. Nach bisherigen Erkenntnissen durchtrennen die Täter an Wallboxen die Ladekabel und entwenden diese, um an die darin enthaltenen Kupferdrähte zu gelangen.
Der Hintergrund der Diebstähle liegt vermutlich im Materialwert: Der Schrottwert von Kupfer liegt aktuell bei etwa acht bis zehn Euro pro Kilogramm. Ein fünf Meter langes Wallbox-Kabel kann bis zu drei Kilogramm wiegen. Dadurch lohnt sich der Diebstahl für die Täter wirtschaftlich. Zudem weisen die Kabel in der Regel keine individuellen Merkmale auf, was eine spätere Rückverfolgung erschwert.
Die Polizei bittet um Mithilfe: Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich umgehend bei der Polizei zu melden und sich Kennzeichen oder auffällige Merkmale zu merken.
Um Kabeldiebstähle zu verhindern, empfiehlt die Polizei mehrere Sicherungsmaßnahmen. Der wirksamste Schutz besteht darin, das Ladekabel bei Nichtbenutzung abzunehmen und sicher aufzubewahren. Bei der Anschaffung einer Wallbox sollte daher nach Möglichkeit ein Modell gewählt werden, bei dem das Kabel abnehmbar ist.
Alternativ können spezielle Wandhalterungen, Sicherungsvorrichtungen oder Schutzsäcke mit Diebstahlsicherung genutzt werden. Diese erschweren sowohl das Herausziehen als auch das Entwenden der Kabel. Weitere Informationen zu geeigneten Sicherungssystemen erhalten Bürgerinnen und Bürger beim Hersteller der Wallbox oder im entsprechenden Zubehörhandel.