Emilia (8) und Anni (7) tüfteln an ihren iPads. Sie gestalten „ein Tal mit Bergen, Bäumen, vielleicht einem Dorf“. Im Workshop lernen sie 3D-Design und -Druck kennen. Kleine Phantasiefiguren haben sie schon in 3D ausgedruckt – in Gelb und Pink. Zusammen mit zwei weiteren Mädchen aus ihrer Schulklasse besuchen sie das Summercamp der JuniorUni. Was am meisten Spaß macht daran? „Dass man so viel lernt und Freunde findet“, sagen sie, aber auch das gemeinsame Mittagessen – „Gestern gab’s Nudeln mit Parmesan, lecker!“ – und der Sport am Nachmittag.
Nebenan wird ebenfalls getüftelt – über Lego-Modellen und deren Programmierung, und einen Raum weiter über einer Raketenmission und der ganzen Physik, die dahinter steckt. Auch hier wird gelernt, weil’s Spaß macht! Für Alexandra Wankum, Referentin der JuniorUni-Geschäftsführung der Unterschied zum oft „trockenen“ Lernen in der Schule. „Auch komplexe Themen vermitteln wir spielerisch und über die kreative Schiene“, erklärt sie. Und, auch das ein Unterschied zur Schule: „Jedes Kind kommt freiwillig hierhin“, wie Hartmut Wnuck von der Geschäftsführung schmunzelnd betont. „Und wenn ihm der Kurs nicht gefällt, wechselt es in einen anderen Kurs.“
Im Ausbildungszentrum der benachbarten und seit diesem Jahr am Summercamp partizipierenden SMS group, wo parallel Kurse für die „Großen“ laufen, ist genau das passiert. Einem Teilnehmer war der PC-Einführungskurs – das „Seepferdchen für Kinder im Internet“ – wohl zu langweilig. Er hat zum Workshop „Virtuelle Welten“ gewechselt. „Wir fahren gerade Achterbahn“, sagt Dozent Stephan Laumanns und erklärt, welche vielfältigen Lernmöglichkeiten VR-Brillen eröffnen. So kann man etwa digital in Berufe reinschnuppern. Oder in 3D malen. Philipp (12) genießt lieber noch eine Weile seine rasante Achterbahnfahrt auf dem Piratenschiff. „Ich muss Ziele treffen“, erklärt er, „und Skelette runterschubsen, weil die sonst das Schiff zerstören.“ Das 3D-Malen kann warten, Kreativität ist nicht so seins... Muss auch nicht im Summercamp.
„Weg mit dem Zwang, spielerisch lernen“, ist die Devise. „Wir bringen den jungen Menschen Naturwissenschaften wirklich näher“, erklärt Wnuck das Erfolgsrezept der JuniorUni. „Etwas bauen, haptisch erleben, verstehen und auch lernen: ‚Was du da tust, hat Auswirkungen’.“ Dass die JuniorUni das Angebot des Summercamps in diesem zweiten Jahr auf vier parallel laufende Camps verdoppeln und eine solche „Vielfalt an Kursen“ bieten kann, wie Prof. Siegfried Kirsch, pädagogischer Leiter der JuniorUni, betont, zeugt von der enormen Resonanz und Nachfrage – und, so Wnuck, wäre ohne die aufwenige Organisation durch das Team und die Unterstützung durch die SMS group nicht durchführbar gewesen.
Fabíola Fernandez, CFO der SMS group, findet es selbstverständlich, dass die SMS group sich beteiligt, und „enorm wichtig, so etwas zu machen. Spielerisch lernen, ausprobieren, mitmachen – das ist für Kinder als Inspiration ganz wichtig“, findet sie. Und: „Viele unserer Mitarbeiter schicken ihre Kinder in den Ferien auch hierhin.“