Im Vergleich zu anderen Regionen, die bereits deutlich länger mit dem System arbeiten und teilweise 200 bis 300 registrierte Ersthelfer verzeichnen, zeigt sich in Mönchengladbach eine außergewöhnliche Entwicklung. Der Rettungsdienst bewertet diese Dynamik als wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Notfallversorgung.
Bislang wurden Ersthelfer in 36 Reanimationsfällen gemeinsam mit den Einsatzkräften alarmiert. In vielen Situationen trafen sie noch vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle ein und begannen mit lebensrettenden Maßnahmen. Teilweise erfolgte das Eintreffen bereits nach weniger als zwei Minuten. Diese Zeitvorteile hatten erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Notfälle.
So konnte im Dezember ein Patient, der zunächst durch Ersthelferinnen reanimiert wurde, ohne Folgeschäden aus dem Krankenhaus entlassen werden. Auch Anfang Januar, gelang es durch den Einsatz von drei Ersthelferinnen, einen 50-jährigen Mann nach einem Herzinfarkt erfolgreich wiederzubeleben.
Um das Ersthelfersystem weiter zu stärken, bietet die Feuerwehr Mönchengladbach zusätzliche Schulungen für Interessierte ohne medizinische Vorerfahrung an. Im ersten Halbjahr 2026 finden vier Termine im Ratssaal des Rathauses Abtei statt. Die Schulungen beginnen jeweils um 17 Uhr und enden um 18.30 Uhr. Vorgesehen sind Dienstag, 13. Januar, Dienstag, 17. März, Dienstag, 5. Mai, und Dienstag, 7. Juli. Die Teilnahme an einem Termin ist ausreichend. Nach Abschluss des Notfalltrainings erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Dieses berechtigt zur Registrierung in der Ersthelfer-App. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Volljährigkeit. Für die Registrierung werden die App heruntergeladen, ein Formular ausgefüllt und ein Qualifikationsnachweis hochgeladen. Nach erfolgreicher Prüfung erfolgt die Freischaltung.
Anmeldungen für die Schulungen sind per E-Mail an lebensretter@moenchengladbach.de möglich.