„Kampfwoche“ nennen die Veranstalterinnen von der Initiative Orange und der Frauenberatungsstelle Mönchengladbach die achttägige Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag, die bereits am Montag beginnt. Neun Veranstaltungen, in denen es um Geschlechtergerechtigkeit geht, aber auch um Gerechtigkeit für alle von Ungleichheit betroffenen Menschen, finden in Mönchengladbach zwischen dem 2. und 9. März statt.
Beginn ist Montag, 2. März, mit drei Ausstellungen im Köntges, dem Raum der Altstadtinitiative Waldhausener Straße 16. Gezeigt wird die Portraitserie „Wann darf ich sein“ der Fotografin Jara Reker. Die Fotos dokumentieren die Alltagserfahrungen, die Wahrnehmungen und die Kämpfe weiblich gelesener Personen in Mönchengladbach. Ebenfalls Montag startet die Kunstausstellung mit der Installation „Edeltraud“ zum Thema Unterdrückung, Kontrolle und Macht der queeren Künstlerin Tea. Und auch am 2. Februar findet eine Ausstellung von Texten zwischen Prosa und Poesie der Künstlerin Janina-Lucia statt.
Weiter geht es am 4. März mit einem Quizabend rund um queere Geschichten, Feminismus, Popkultur und gesellschaftliche Themen. Das Pub-Quiz findet ebenfalls im Köntges (Einlass 19 Uhr, Start 19.30 Uhr) statt. Die Plätze sind begrenzt, Reservierungen unter Johanna.Dannhauer@aidshilfe-mg.de. Veranstaltet wird das Angebot vom queeren Jugendzentrum True Colours, der Aidshilfe und SCHLAU Mönchengladbach.
Am 5. März lädt der Altstadt-Buchclub zu einem Austausch über das Thema „Wir im und gegen das Patriarchat“ ein. Dazu gibt es um 18 Uhr im Köntges eine Literatur-Diskussion über eigene (queer-)feministische Bücher. Ab 19.30 Uhr beginnt die Open Mic Night mit Poetry, Musik, Lesung und Performance.
Am 8. März, dem eigentlichen Datum des Internationalen Frauentages, ist feministischer Kampftag unter dem Motto „Wissen. Wut. Widerstand“. Um 13 Uhr gibt es den Vortrag „Roots of Feminism – Die Rolle Schwarzer und indigener FLINTA*-Personen im feministischen Kampf“. Er beleuchtet historische Kämpfe, bedeutende Persönlichkeiten und kollektive Bewegungen sowie ihre Rolle bei der Durchsetzung von Antidiskriminierungsrechten, Selbstbestimmung und globalen Gerechtigkeitsbewegungen. Um 15 Uhr werden Jutebeutel mit Statements gestaltet. Um 17 Uhr ist eine Performance des Projektes Body Politics unter dem Titel „Kunst.Körper.Konflikte” zu erleben.
Zum Abschluss der Woche ist am 9. März um 16 Uhr „Frauen*streik“ auf dem Sonnenhausplatz. Er soll sichtbar machen, was tagtäglich unsichtbar bleibt: „Sorgearbeit ist Arbeit, Ungleichheit ist politisch hergestellt, Gewalt hat materielle Wurzeln, Geschlechtergerechtigkeit erfordert strukturelle Antworten“. Der Streik richtet sich an alle Menschen, die von Ungleichheit betroffen sind oder solidarisch unterstützen wollen.