Die Postmigrantischen Filmtage 2026 widmen sich vom 16. bis 18. Januar in Mönchengladbach und Krefeld den Themen Migration, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Migration ist längst ein selbstverständlicher Bestandteil der Gegenwartsgesellschaft – doch wessen Perspektiven prägen die Erzählungen darüber? Mit dieser zentralen Frage setzt sich das dreitägige Filmfestival auseinander, das von Studierenden der Hochschule Niederrhein (HSNR) unter der Leitung von Professor Dr. Ömer Alkin vom Fachbereich Sozialwesen organisiert wird. Das Festival richtet sich an kulturinteressierte Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, an Akteure aus dem Film- und Bildungsbereich sowie an die interessierte Stadtgesellschaft. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei.
Im Mittelpunkt des Programms steht eine kuratierte Auswahl aus Spiel- und Dokumentarfilmen, die postmigrantische Lebensrealitäten sichtbar machen. Gezeigt werden sowohl filmhistorische Klassiker wie „Almanya Acı Vatan“ aus dem Jahr 1979 als auch aktuelle Produktionen wie „Girls and Gods“ (2025). Thematisch verhandeln die Filme Fragen von Selbstbestimmung, Emanzipation und Feminismus und eröffnen vielfältige Perspektiven auf gesellschaftliche Aushandlungsprozesse.
Die Eröffnung des Festivals findet am Freitag, 16. Januar 2026, um 15 Uhr in der Volkshochschule Mönchengladbach (Lüpertzender Straße 85, Mönchengladbach) statt, gefolgt von den Filmvorführungen „Almanya Acı Vatan“ (16 Uhr) und „Gölge“ (19 Uhr). Am Samstag, 17. Januar 2026) wird im Jugendtreff St. Marien (Odenkirchenerstraße 15) in Mönchengladbach der Film „Hördur“ gezeigt, bevor das Festival am Sonntag in der Villa Merländer (Friedrich-Ebert-Straße 42) in Krefeld mit den Filmen „Anam“ und „Girls & Gods“ seinen Abschluss findet.
Begleitet werden die Filmvorführungen von Filmgesprächen, Diskussionen und kulturpädagogischen Formaten, die zur vertieften Auseinandersetzung einladen. „Inhaltlich basiert das Festival auf dem Konzept der Postmigrantischen Audiovisionen. Unser Ziel ist es, eine nachhaltige Vernetzung zwischen Hochschule und Stadtgesellschaft zu fördern. Durch ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich entsteht so ein Festival von Menschen für die Gesellschaft, das dazu einlädt, verengte Narrative zu hinterfragen und gesellschaftliche Transformationsprozesse gemeinsam neu zu denken“, erklärt Professor Dr. Ömer Alkin. Der Dialog zwischen Publikum, Filmschaffenden und Experten steht dabei im Mittelpunkt.
Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Kultur- und Bildungseinrichtungen in Mönchengladbach und Krefeld statt. „Das bewusste ,wandern‘ der Filme greift die Idee der Migration symbolisch auf: So wie Menschen bewegen sich auch Bilder und Geschichten durch unterschiedliche soziale Räume und treten mit verschiedenen Öffentlichkeiten in Austausch“, sagt Prof. Dr. Ömer Alkin.
Weitere Informationen unter: https://postmigrantische-audiovisionen.de/