Zum Auftakt der Bauarbeiten wurden seit Anfang Februar die ersten Module per Kran eingesetzt. Durch die modulare Bauweise kann der Neubau in kurzer Zeit errichtet werden und nimmt vor Ort zügig Gestalt an. Bereits knapp drei Wochen später waren die Gebäudekonturen auf dem Baufeld bereits deutlich zu erkennen. Die Fertigstellung ist nach rund neun Monaten Bauzeit für Oktober vorgesehen.
Der Erweiterungsbau entsteht zwischen dem Hauptgebäude und der Laufbahn und ersetzt das dortige eingeschossige Pavillongebäude, das im November abgebrochen wurde. Vorgesehen sind im Neubau unter anderem mehrere Multifunktionsräume sowie zusätzliche Differenzierungsräume, die flexibel für Unterricht, Gruppenangebote und Projekte im Offenen Ganztag genutzt werden können. Ergänzt wird das Raumangebot durch Sanitärbereiche und einen Raum mit Spinden. Im Erdgeschoss ist eine Ausgabeküche vorgesehen, in der vorbereitete Speisen erwärmt und fertig zubereitet werden können. Der dazugehörige Essbereich kann über eine flexible Trennwand um den angrenzenden Multifunktionsraum vergrößert werden.
Das Gebäude wird barrierefrei errichtet und über einen Aufzug erschlossen. Es ist überwiegend in Holzbauweise konzipiert und erfüllt hohe energetische Standards, angelehnt an den Effizienzhaus-Standard „KfW 40 plus“. Dazu tragen unter anderem eine gute Wärmedämmung, eine gedämmte Bodenplatte sowie dreifachverglaste Fenster bei. Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher ermöglicht zudem eine weitgehend umweltfreundliche Stromversorgung, ergänzt durch eine extensive Begrünung des Flachdachs.
Für die Maßnahme stehen insgesamt rund 2,97 Millionen Euro zur Verfügung, 63 Prozent davon stammen aus Fördermitteln im Rahmen des Ganztagsausbaus in Nordrhein-Westfalen.
Zahl der OGS-Plätze wird kontinuierlich ausgebaut Mit dem Neubau erweitert die KGS Holt ihr Angebot im Offenen Ganztag und schafft zusätzliche Kapazitäten für Betreuung, Lernen und gemeinsame Aktivitäten. Nach Abschluss der Maßnahmen und Übergabe der Räumlichkeiten an die Schule, wird diese in der Lage sein, den zukünftigen Bedarf an Betreuungsplätzen durch den Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung abzubilden. Das Bauvorhaben gehört zu einer Ausbauoffensive, die die Stadt 2023 vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf OGS-Betreuung gestartet hat, der diesen Sommer zunächst für Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse einsetzt. Allein von 2023 bis 2025 wurden 1.450 Plätze geschaffen - mehr als in den zehn Jahren zuvor. Ab 2026 gibt es erstmals ein OGS-Angebot an allen Grundschul(teil)standorten in Mönchengladbach.