Stadt Wegberg beauftragt Generalplaner Für eine moderne Lernumgebung

Wegberg · Die Stadt Wegberg treibt die energetische Sanierung und den Ausbau wichtiger kommunaler Schul- und Sportgebäude weiter voran. Im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens wurde das Planungsbüro Gronau plan GbR aus Wegberg als Generalplaner für zwei zentrale Bauprojekte ausgewählt: die Sanierung der Erich Kästner Grundschule mit Turnhalle sowie der Turnhalle der Schule am Grenzlandring.

Die Stadt Wegberg hat den Generalplaner beauftragt. Vertragsunterzeichnung mit Benjamin Gronau (l.) und Bürgermeister Christian Pape.

Foto: Stadt Wegberg

Mit der Sanierung der Erich Kästner Grundschule wird gleichzeitig die Konzeption zum Erhalt und Ausbau der offenen Ganztagsschule (OGS) umgesetzt. Insgesamt profitieren somit von der geplanten Baumaßnahme sowohl die Grundschule selber sowie der Vereinssport in der Mühlenstadt.

Für die Projekte sollen Anträge im Rahmen des Förderprogramms „REVIER.GESTALTEN – Energetische Sanierung kommunaler Gebäude im Rheinischen Revier“ und des Förderprogramms „Ausbau ganztägiger Betreuungsangebote für Kinder in der Primarstufe im Rheinischen Revier“ gestellt werden. Diese Programme ermöglichen eine Förderung von bis zu 95 Prozent der förderfähigen Kosten bei der energetischen Sanierung, sofern eine Primärenergieeinsparung von mindestens 50 Prozent erreicht wird. Die Förderanträge müssen bis spätestens zum 30 April bzw. 30. Juni eingereicht werden.

Der derzeit ermittelte Kostenrahmen beträgt rund 28,8 Millionen Euro für die Sanierung und Ausbau der Erich Kästner Grundschule sowie etwa 3,04 Millionen Euro für die Turnhalle der Schule am Grenzlandring.

Das Vergabeverfahren wurde am 8. Dezember 2025 europaweit gestartet. Insgesamt beteiligten sich 20 Planungsbüros. In einem zweistufigen Auswahlprozess, der von der Anwaltskanzlei Kapellmann und Partner begleitet wurde, setzte sich schließlich das Büro Gronau plan GbR durch.

Bürgermeister Christian Pape freut sich über den innovativ eingeschlagenen Weg: „Wir sind Familienstadt und haben damit auch eine Bildungsverantwortung für unsere Kinder. Außerdem unterstützen wir durch die geplanten Baumaßnahmen das ehrenamtliche Engagement unserer Vereine. Mit der Auftragserteilung an ein lokales Unternehmen ist sichergestellt, dass kurze Wege den Ausbauprozess vereinfachen und beschleunigen sowie eine enge Kommunikation gewährleistet ist.“

Auch für Benjamin Gronau, Geschäftsführer der Gronau plan GbR, ist dieses Projekt etwas ganz Besonderes: „Ich bin hier zur Schule gegangen und habe einen starken persönlichen Bezug zu diesem Ort. Umso mehr freut es mich, nun als Generalplaner die Verantwortung für die Sanierung übernehmen zu dürfen. Gemeinsam mit unserem regional verankerten Planungsteam setzen wir alles daran, die Maßnahme fristgerecht und kosteneffizient umzusetzen – mit dem klaren Anspruch, für die kommenden Generationen eine moderne und zukunftsfähige Lernumgebung zu schaffen.“

Der Zuschlag und die Beauftragung der ersten Leistungsphasen sind am 10. März erfolgt. Hiermit beginnt nun die konkrete erste Planungsphase für beide Bauvorhaben. Parallel werden die erforderlichen Unterlagen für die Förderanträge erarbeitet, um die Chance zur Finanzierung der Maßnahmen frühzeitig in die Wege zu leiten. Die Entscheidung über die Förderantragsstellung soll heute, 24. März, in der Ratssitzung getroffen werden.