Vor rund 20 Jahren hat Christiane Beuke die ersten Tiere gerettet – zwei Kaninchen aus schlechter Haltung waren es damals. Dann kam der erste Hund, ein schwer misshandelter aus dem Tierschutz, der bei ihr bleiben, heilen, Hund sein durfte. Und so ging es weiter. Wenn es irgendwo Tierleid gab – Christiane Beuke sah nicht weg, sondern handelte, notfalls auch mal mit Unterstützung des Veterinäramts. Nach und nach kam Unterstützung dazu: Monika Aschenbroich, die auf das Tierleben in Christiane Beukes Garten aufmerksam wurde, die mithilft, wo sie kann, etwa beim Bau der Vogelvoliere oder wenn die Kanarienvögel drinnen überwintern müssen. Und da ist Ralph Heinemann, der mit seiner Frau Claudia „einen Hammerjob“ macht, ob Igel- oder Eichhörnchenaufzucht oder – aktuell – als Hundemama-Welpen-Pflegestelle.
Beuke, Aschenbroich und Heinemann bilden den Vorstand des seit November 2025 eingetragenen Vereins Mensch und Tier e.V. (MuT). Sieben Mitglieder gibt es außerdem – und mehr sollen es auch nicht werden. „Wir wollen nicht den Überblick verlieren“, sagt Christiane Beuke und erklärt, dass ein Großteil ihrer Arbeit Organisation ist: mit dem Hundeprojekt in Rumänien und einer Katzenstelle in Köln Kontakt halten, Tiere aus schlechter Haltung holen (z. B. Wachteln, die zu über 50 auf einem Quadratmeter eingepfercht waren, oder ein Kaninchen, das acht Jahre bei einem Alkoholiker im Käfig vegetierte), Pflegestellen finden, das Netzwerk ausbauen...
Viele der geretteten Tiere sind krank oder verletzt. „Wir sind so froh, dass wir unsere Tierärztin Dr. Nicola Aumann haben!“, erklärt Christiane Beuke. „Sie ist so engagiert, hat sogar schon mal an einem Sonntag ein Meerschweinchen notoperiert!“
Ohne den finanziellen Support durch die Stiftung eines Ehepaares, das auch ein Hospiz unterstützt, ohne ehrenamtliche Helfer und ohne Spenden wäre MuT nicht möglich, sagt sie auch. Aktuell steht der Bau eines Geheges für verletzte Wildvögel, Tauben usw., die nach ihrer Genesung wieder ausgewildert werden, an. Und ein Igelhaus muss gebaut werden. „Das ist so wichtig, so viele verletzte Igel und nicht überlebensfähige Igelkinder werden gefunden.“