In der neuen Konzertsaison darf sich das Publikum auf äußerst populäre Werke freuen, darunter das bei aller Virtuosität zugleich lyrische Violinkonzert von Ludwig van Beethoven, der narkotisch-fesselnde Boléro von Maurice Ravel, die imposanten Planeten von Gustav Holst und die nach wie vor rätselhaften Enigma-Variationen von Edward Elgar.
Daneben gibt es – wie gewohnt – eher selten zu hörende, unbekanntere Werke zu entdecken, wie das facettenreiche Cellokonzert der Komponistin Maria Herz, die vor den Nationalsozialisten floh und im Exil verstummte, das leichtfüßige Flötenkonzert von Carl Nielsen und die eindrucksreiche zweite Sinfonie von Alfredo Casella.
Als Solistin freut sich Generalmusikdirektor Mihkel Kütson sehr, die Cellistin Raphaela Gromes gewonnen zu haben. Sie erregte zuletzt mit ihren Aufnahmen „Femmes“ und „Fortissima!“ mit wiederentdeckten Werken von Komponistinnen internationales Aufsehen. Selbstverständlich ist sie die Solistin im Cellokonzert von Maria Herz. Mit Robert Neumann kommt ein vielseitiger Künstler und zugleich aktueller Preisträger des renommierten Deutschen Musikwettbewerbs zu den Niederrheinischen Sinfonikern. Im Gepäck hat er das Concerto in F von George Gershwin. In Nielsens Flötenkonzert steht hingegen ein Musiker aus den Reihen der Niederrheinischen Sinfoniker als Solist im Mittelpunkt: Darío Portillo Gavarre.
In Mönchengladbach werden die Sinfoniekonzerte am Donnerstag weiterhin von Dr. Wolfram Goertz humorvoll, aber zugleich äußerst fachkundig moderiert. Es verschiebt sich auf vielfachen Wunsch nur der Konzertbeginn. 2026/27 starten die Konzerte eine halbe Stunde später, um 19.30 Uhr.
„Feinkost für die Ohren“ lautet das Saisonmotto der Sinfoniker. Das bezieht sich auf den Hörgenuss, der das Publikum in allen Konzerten erwartet. Als neues niederschwelliges Angebot werden die Sinfoniker auch kleine Konzerte in Restaurants und Bars spielen: im Forsthaus 1838 und im Blauen Engel in Krefeld, in der Trattoria Maccheroni und dem KULT + GENUSS in Mönchengladbach.
Die Termine der Konzerte werden über die Homepage der Niederrheinischen Sinfoniker und die sozialen Medien bekannt gegeben. Passend zur „Feinkost für die Ohren“ gibt es zudem neu das „3 Gänge-Abo“. Dieses umfasst drei Sinfoniekonzerte der Saison und ist damit perfekt für alle geeignet, die ein Abo ausprobieren, sich aber nicht an zu viele Termine binden wollen. Selbstverständlich wird aber auch das 4 Jahreszeiten-Abo fortgeführt. Wer kein Sinfoniekonzert verpassen möchte, wählt das große Klassik-Abo.
Auch im Bereich der Sonderkonzerte sind die Sinfoniker wieder breit aufgestellt. Ein Wiedersehen gibt es mit „Gospel goes Classic“ und der Filmmusik, die 2027 die „Heldinnen der Leinwand“ in den Mittelpunkt stellt. Die Kammerkonzerte locken mit Titeln wie „Fagottissimo – Four Bassoons talking and dancing“ oder „Zupfen, streichen, pusten“. Die Programme der beliebten Happy Hour-Konzerte bleiben traditionell eine Überraschung. Konzertkobold Kiko unternimmt im Kinderkonzert mit Dirigent Sebastian Engel eine kleine Rheinreise, lernt den Komponisten Benjamin Britten kennen und liest die Geschichte von Peter Pan vor. Zwei eigens für Schüler konzipierte Konzerte, das eine mit Maurice Ravels „Mutter Gans“, das andere mit Filmmusiken runden das Angebot ab.
Das Konzertjahresheft 26/27 steht unter niederrheinische-sinfoniker.de zum Download bereit und ist an den Theaterkassen sowie bald den bekannten Auslagestelen erhältlich.