„Weil der Turnerschaft St. Tönis die Grundsätze eines umfassenden Kinder- und Jugendschutzes besonders wichtig sind, haben wir bereits vor zwölf Jahren mit dem Projekt Prävention gegen interpersonelle und sexuelle Gewalt begonnen, auch ohne, dass es dazu einen konkreten Anlass gegeben hätte“, teilt Rolf Nagels, Ansprechpartner bei der Turnerschaft St. Tönis mit. „Damit wollen wir für die körperliche und seelische Unversehrtheit und Selbstbestimmung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen eintreten.“
Bereits von Beginn an wurden Verhaltensregeln und ein Ehrenkodex sowie die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses bei den Übungsleitenden abgefragt. Jetzt ist das Schutzkonzept vollständig, um im Qualitätsbündnis aufgenommen zu sein. Das Bündnis ist eine Initiative des Landessportbunds Nordrhein-Westfalen und seiner Sportjugend. Ziel ist es, Sportorganisationen dabei zu unterstützen, Schutzkonzepte zu entwickeln und Strukturen zu schaffen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sport wirksam vor Gewalt schützen. Dabei nehmen die Ansprechpersonen eine zentrale Rolle im Verein ein: „Sie werden durch gezielte Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet und sind erste Anlaufstelle für Mitglieder bei Fragen, Unsicherheiten oder Verdachtsfällen. Zu ihren Aufgaben gehört es, vertraulich zuzuhören, Betroffene zu unterstützen und bei Bedarf weitere Hilfsangebote zu vermitteln.“
Das Schutzkonzept umfasst verschiedene Maßnahmen, die auf den Verein abgestimmt sind und verbindlich umgesetzt werden. Dazu gehören festgelegte Verhaltensregeln und Verfahrensregeln im Umgang mit Verdachtsfällen. „Mit der Aufnahme in das Qualitätsbündnis setzen wir ein klares Zeichen für den Schutz von Kindern, Jugendlichen und allen Sporttreibenden bei der Turnerschaft St. Tönis.“ betont Stephan Drießen, 1. Vorsitzender der Turnerschaft St. Tönis.
Ansprechpartner Beate Jacobs und Rolf Nagels haben seinerzeit mit dem verstorbenen 1. Vorsitzenden Christian Hülsemann dieses wichtige Projekt angestoßen und mit vielen Ehrenamtlern und Trainern des Vereins entwickelt. „Wir sind sehr froh, dass wir nun endlich das Ziel des Schutzkonzeptes erreicht haben“, so Beate Jacobs und Rolf Nagels. „Uns ist wichtig, eine Kultur des Hinschauens und eine Sensibilisierung im Verein zu erreichen.“ Weitere Informationen zum Verein unter www.turnerschaft1861.de .