Schützenfest in Benrad 2026 Tradition trifft auf Feierlaune

Tönisvorst · Schützenfest in Benrad – das bedeutet fünf Tage Partystimmung, ein Festzelt voller Leben und mittendrin ein Königshaus, das genau dafür steht: gemeinsam feiern und Menschen zusammenbringen.

Das Königshaus freut sich auf ein rauschendes Fest: Simone Pipper-Kluth, Minister Yannick Pipper, König Andreas Herrmann, Steffi Herrmann, Lena Brauers und Minister Stephan Brauers (v.l.).

Foto: Hoteser St. Sebastianus Schützenbruderschaft Benrad

Wenn die Hoteser St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Benrad ihr Schützenfest feiert, geht es nicht nur um Tradition, sondern vor allem um Gemeinschaft, die man spürt. Die Bruderschaft besteht seit 1395 und gehört damit zu den ältesten historischen Schützenbruderschaften der Region. Mit mehr als 160 Mitgliedern und einer wachsenden Zahl aktiver Schützen zeigt sich jedoch: Das Schützenwesen in Benrad ist lebendig und spricht auch jüngere Generationen an. „Wir sind zwar traditionell aufgestellt, aber gleichzeitig sehr offen. Gerade in den letzten Jahren sind viele Jüngere dazugekommen, oft über Freundeskreise oder zum Beispiel die Landjugend. Das macht uns als Gemeinschaft stärker“, sagt König Andreas Herrmann. Er führt die Bruderschaft mit seiner Frau Steffi an – beide fest verwurzelt in St. Tönis. Unterstützt werden sie von den Ministerpaaren Stephan und Lena Brauers sowie Yannick und Simone Pipper.

Andreas und Steffi Herrmann sind das Königspaar der Hoteser St. Sebastianus Schützenbruderschaft Benrad.

Foto: Hoteser St. Sebastianus Schützenbruderschaft Benrad

Das Besondere: Das Königshaus ist weit über das Schützenwesen aktiv. Ob bei Veranstaltungen im eigenen Ort wie dem „Tag der sauberen Apfelstadt“ oder bei befreundeten Vereinen in der Region – das Königshaus und die Schützen sind präsent und suchen bewusst den Austausch. „Wir feiern nicht nur unser eigenes Schützenfest“, betont Herrmann. „Wir sind viel unterwegs, treffen andere Bruderschaften und Vereine und bringen uns für unseren Ort ein – genau das gehört für uns dazu.“ Beim Karnevalszug war die Bruderschaft zuletzt mit mehr als 70 Teilnehmern vertreten – auch das mitorganisiert und getragen durch das Umfeld des Königspaares, ihre Freundeskreise und eine engagierte Nachbarschaft. Der Weg zum König war für Andreas Herrmann dabei eine Entwicklung: „Als Minister war ich schon nah dran und habe gesehen, wie viel Freude das macht. Irgendwann war klar: Das möchtest du selbst erleben.“ Seine Frau Steffi ergänzt: „Am Ende geht es einfach darum, gemeinsam eine gute Zeit zu haben – mit Freunden, Familie und allen, die dazukommen.“ Und genau das steht für beide im Mittelpunkt: „Natürlich gehört Verantwortung dazu“, so Herrmann. „Aber vor allem wollen wir die fünf Tage genießen und mit möglichst vielen Menschen zusammen feiern.“

Beachparty als Auftakt

Ein fester Bestandteil des Programms ist mittlerweile die große Beachparty am Mittwoch, mit der das Schützenfest eröffnet wird. In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Veranstaltung zu einem echten Publikumsmagneten. „Das Zelt war die letzten Male immer voll – und das quer durch alle Altersgruppen“, sagt Herrmann. „Genau das ist uns wichtig: dass sich hier jeder angesprochen fühlt.“ Neben der Party selbst sorgt auch das Umfeld für besondere Atmosphäre: Der Zeltvorplatz wird liebevoll gestaltet und lädt – gerade bei gutem Wetter – zum Verweilen ein. Veranstaltungen dieser Größenordnung sind in der Region inzwischen selten geworden, nicht zuletzt aufgrund steigender organisatorischer Anforderungen – umso mehr setzen die Hoteser hier bewusst ein Zeichen.

Tradition mit Zukunft

Gefeiert wird vom 13. bis 17. Mai im Festzelt in Benrad nahe dem Landmarkt Pegels. Einer der Höhepunkte ist die große Parade am Sonntag in unmittelbarer Nähe des Festgeländes. Für die Bruderschaft steht dabei mehr im Mittelpunkt als nur das Feiern. „Schützenfest bedeutet für uns Zusammenhalt, Ehrenamt und einfach eine gute Zeit miteinander“, fasst Herrmann zusammen. „Und genau das wollen wir auch nach außen tragen.“

Fragen an das Königspaar

Was bedeutet es, König zu sein?

Andreas Herrmann: „Es macht einfach richtig Spaß. Man ist mittendrin, trifft viele Leute und erlebt das Ganze nochmal intensiver als vorher. Klar hat man auch Verantwortung – aber genau die Mischung macht’s.“

Was macht die Bruderschaft so besonders?

Steffi Herrmann: „Dass es total unkompliziert ist. Man kommt hin und ist direkt dabei. Viele kennen sich, aber genauso schnell lernt man neue Leute kennen – das macht’s aus.“

Auf was freut ihr euch besonders?

Andreas Herrmann: „Auf die Stimmung und die vielen Leute. Wenn das Zelt voll ist, draußen noch was los ist und einfach überall Leben drinsteckt – genau das ist für mich Schützenfest.“