Dabei hob die Ministerin die Bedeutung der heimischen Produktion hervor – die mit hohen Qualitätsstandards unmittelbar vor Ort und ohne lange Transportwege produziere. „324 Betriebe in NRW bauen Erdbeeren an. Dabei handelt es sich größtenteils um Familienbetriebe“, so die Ministerin. In ganz Deutschland würden rund 128.000 Tonnen Erdbeeren jährlich produziert. „24 Prozent davon kommen aus NRW“, so die Ministerin. Im vergangenen Jahr wurden rund 16.900 Tonnen Erdbeeren im Freiland und 13.800 Tonnen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen – einschließlich Gewächshäusern – produziert.
„Erdbeeren sind die ersten Früchte, die die Obsternte des Jahres 2026 in NRW einläuten“, so Georg Boekels, Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauern e.V. „Die Verbraucher können sich wieder auf nordrhein-westfälische Erdbeeren in hervorragender Qualität freuen“, so Ferdinand Völzgen, Vizepräsident des Provinzialverbandes. Und weil die Früchte so beliebt sind, arbeitet man auf natürliche Weise daran, ihre Vegetationsperiode zu verlängern – zum Beispiel durch die sogenannte Verfrühung der Erdbeerkulturen: „Je nach Witterungsverlauf kann die Erdbeerernte mit Hilfe dieser Folientunnel um 2 bis 4 Wochen gegenüber der Freilandernte verfrüht werden“, betont der Präsident. „Den nordrhein-westfälischen Obstbauern gelingt es, die Saison für die süßen Früchte auf deutlich mehr als ein halbes Jahr zu verlängern“, so der Vizepräsident weiter. So könnten die nordrhein-westfälischen Obsterzeuger den Verbrauchern bis weit in den Herbst hinein leckere Erdbeeren aus heimischem Anbau anbieten. „Früchte, die direkt vor der Haustür der Verbraucher gewachsen sind. Die nicht hunderte von Kilometern transportiert worden sind“, so der Vizepräsident abschließend.
Anlässlich der Eröffnung waren die Landtagsabgeordneten für die Stadt Tönisvorst, Britta Oellers und Meral Thoms, vor Ort sowie Bürgermeister Kevin Schagen eingeladen. „Besonders freue ich mich auch, die Tönisvorster Apfelkönigin Nina I, Frau Nina Bones, begrüßen zu dürfen, die unserer Veranstaltung königlichen Glanz verleiht“, so Georg Boekels, Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, anlässlich der Eröffnung. Bürgermeister Kevin Schagen freute sich, dass die offizielle Eröffnung der Erdbeersaison in Tönisvorst stattfand. „Das ist eine besondere Ehre und zeigt die Bedeutung des Obstanbaus für unsere Stadt“, so der Bürgermeister.
Gastgeber der Eröffnung für ganz NRW war die Tönisvorster Familie Fruhen, die dafür den Betrieb zur Verfügung gestellt hatte. Hier werden auf 12 Hektar Erdbeeren angebaut – davon sieben Hektar im Freiland und fünf Hektar im Folientunnel. 50 Prozent der Vermarktung erfolgt direkt – zum Beispiel über den Hofladen. Anbei eine Übersicht über die Hofläden und Hofcafés auf dem Gebiet der Stadt Tönisvorst: Broschüre zu Landläden & Hof-Cafés | Stadt Tönisvorst.
1.000 verschiedene Sorten Erdbeeren gibt es – wovon 40 in NRW angebaut werden. Die Erdbeere – botanisch gesehen eigentlich eine Sammelnussfrucht – ist auch hier in Nordrhein-Westfalen mit Abstand die wichtigste Beerenkultur.