Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet. Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel waren als einzige Frauen an der Verabschiedung beteiligt. Dem Einsatz der „Mütter des Grundgesetzes“ ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern vor 73 Jahren im Grundgesetz verankert wurde und damit zum Fundament der deutschen Demokratie gezählt werden kann.
Eine Ausstellung im Foyer des Kempener Rathauses am Buttermarkt erinnert an diese vier Frauen. Auf 17 Informationstafeln werden die Geschichte der vier Politikerinnen und ihre überparteiliche Zusammenarbeit für die Gleichberechtigung anschaulich erläutert. Organisiert wird die Ausstellung vom Kempener Bündnis „Demokratie gerade jetzt!“
Am Mittwoch, 6. Mai, um 16 Uhr wird die Ausstellung im Foyer des Rathauses feierlich eröffnet. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Christoph Dellmans werden Schüler und Schülerinnen der Klasse 7c des Gymnasiums Thomaeum mit ihrem Lehrer Christian Blessing und Ute Gremmel-Geuchen vom Bündnis „Demokratie gerade jetzt!“ in die Ausstellung einführen und Bezüge zur aktuellen Situation von Frauen in der Politik herstellen.
Darüber hinaus konnte als Festrednerin mit Sylvia Löhrmann eine prominente und erfahrene Politikerin gewonnen werden, die in ihrem Ehrenamt als Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur und als Staatsministerin a.D. zum Thema „Mütter des Grundgesetzes, Menschenwürde und der Kampf gegen Antisemitismus “ sprechen wird.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei. Sie ist vom 6. bis zum 22. Mai 2026 während der Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.