„Das alte Sandspielgerät war in die Jahre gekommen und musste ausgetauscht werden“, erläutert Andrea Kern, Leiterin der städtischen Einrichtung. Für die Neuauswahl durften die Kinder mitentscheiden, was für ein Gerät es wird. „Dadurch entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit und Verantwortung für das gemeinsame Umfeld. Das Spielgerät wird auf diese Weise zu ,ihrem‘ Projekt‘“, erläutert Andrea Kern den Ansatz. Und so durften die Kinder selbst die Absperrbänder durchschneiden und das noch von Stoff abgedeckte Gerät befreien.
Just enthüllt, sammelten sich prompt über ein Dutzend Kinder um die neue 2,53 mal 1,36 mal 1,72 Meter große und mit Schaufeln, Mühlrädern, Sieben, Transportbahnen, drehbaren Eimer Kränen und Schüttrohr ausgestattete, abwechslungsreiche Sandspielwelt: Sand wird mit Händen, Schaufeln oder dem angebrachten Eimer transportiert, gesiebt, verteilt und wieder neu in Bewegung gebracht. Dabei beobachten die Kinder ganz genau, wie Sand durch Öffnungen rieselt und wie ein kleines Rad durch rieselnden Sand angetrieben wird – oder aber wie sie mit ihren eigenen Händen Abläufe steuern konnten.
„Kinder sammeln unmittelbare Erfahrungen mit Ursache und Wirkung, wenn Sand durchläuft, gestaut wird oder an anderer Stelle wieder herauskommt. Sie erleben spielerisch erste physikalische Grundprinzipien und begreifen auf diese Weise auch erste Zusammenhänge durch eigenes Tun“, erläutert Kern die Funktion des Gerätes. Da das Gerät viele verschiedene Stationen anbietet, konnten viele Kinder gleichzeitig spielen und gemeinsam Spielideen entwickeln. Ergänzend zur Sandspielwelt gab es jede Menge neue Schaufeln, Gießkannen und weitere Siebe. „Es ist einfach schön zu sehen, wie viel Freude die Kinder an der neuen Anlage haben“, freuen sich Sandra Kaul und Sarah Lefert vom Förderverein.
Möglich wurde die neue Sandspielwelt im Wert von rund 4000 Euro dank der Spenden von Förderverein und Sparkasse. Die Mittel hatte der Förderverein mit Hilfe ganz unterschiedlichen Aktionen zusammengetragen: „Beim Sommerfest sorgte der Verkauf von Würstchen und Getränken für Einnahmen, ein selbst gestaltetes Rezeptbuch mit dem Lieblingsessen der Kinder aus dem Kindergarten (zum Nachkochen zu Hause) wurde entwickelt und sorgte für einen erfreulichen Absatz, ein liebevoll organisierter Flohmarkt mit Glitzertattoo-Station und einem sehr gefragten Crêpes-Stand komplettierte die Aktionen. Ergänzt wurden diese Erlöse durch Mitgliedsbeiträge, Spenden aus der Elternschaft sowie einen Zuschuss der Sparkasse Krefeld. Bürgermeister Kevin Schagen dankte den Förderern und Freunden der städtischen Einrichtung ausdrücklich für die Spenden.