Der Andrang am Infostand vor dem Rewe-Markt war groß, das Interesse nach Einschätzung der Initiative außerordentlich hoch: „Der Informationsbedarf und auch die Ungeduld in der Bevölkerung nehmen spürbar zu. Die Bürgerinnen und Bürger haben uns förmlich überrannt.“ Neben viel Zuspruch für das Engagement der Initiative sei es vor Ort auch zu ausführlichen fachlichen Diskussionen gekommen.
Im Mittelpunkt habe dabei häufig ein maßstäbliches Architekturmodell gestanden, das die räumliche Situation im Bereich des Wasserturms veranschauliche: „An dem Modell wird deutlich, wie beengt die Platzverhältnisse dort sind“, erläutert Architekt Michael Dieris. Aus Sicht der Initiative zeige sich daran, dass die vom früheren Stadtrat favorisierte Bebauung im sensiblen Wasserturm-Areal grundlegenden stadtplanerischen Anforderungen nicht gerecht werde.
In vielen Gesprächen hätten Bürgerinnen und Bürger zudem Unverständnis darüber geäußert, dass die Gesamtschule perspektivisch an den Stadtrand verlagert werden solle, obwohl auch dort der Platzbedarf nicht vollständig gedeckt werden könne: „Wiederholt wurde die Frage gestellt, warum die jetzt auf dem Corneliusfeld geplanten neuen Räumlichkeiten ausschließlich dem Gymnasium zugutekommen sollen.“
Passend zum Osterwochenende herrschte rund um den Infostand dennoch eine offene und freundliche Atmosphäre. Dazu trug auch eine kleine Osteraktion der Initiative bei: Rund 150 grün gefärbte Ostereier wurden an Besucherinnen und Besucher verteilt. Das Fazit des Tages fällt für die Beteiligten eindeutig aus: „Das große Interesse und die vielen Gespräche zeigten, wie wichtig das Thema für die Menschen in Tönisvorst ist – und wie hoch das bürgerschaftliche Engagement vor Ort weiterhin ist.“