Stadtsportbund Krefeld und Segel-Club-Crefeld Gegen Gewalt im Sport

Krefeld · Der Stadtsportbund Krefeld (SSB) und der Segel-Club-Crefeld (SCCR) sind offiziell in das Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt im Sport NRW aufgenommen worden.

Urkundenübergabe zur Aufnahme in das Qualitätsbündnis Sport NRW: v.l.: Justin Wermann (Stadtsportbund), Uwe Busch (Vizepräsident Landessportbund NRW), Jochen Adrian (Stadtsportbund), Tom Vogt, Konrad Geselbracht (beide SCCR).

Foto: Stadtsportbund Krefeld e.V.

Die beiden Organisationen sind damit die ersten Sportvereine in Krefeld, die Teil dieses landesweiten Netzwerks sind. Das Qualitätsbündnis ist eine Initiative des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und seiner Sportjugend. Ziel ist es, Sportorganisationen dabei zu unterstützen, Schutzkonzepte zu entwickeln und Strukturen zu schaffen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sport wirksam vor Gewalt schützen. Dazu zählen unter anderem die Benennung und Qualifizierung von Ansprechpersonen sowie die Entwicklung eines individuellen Schutzkonzeptes.

„Die Ansprechpersonen nehmen eine zentrale Rolle im Verein ein“, teilt der Stadtsportbund mit. „Sie werden durch gezielte Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet und sind erste Anlaufstelle für Mitglieder bei Fragen, Unsicherheiten oder Verdachtsfällen.“ Zu ihren Aufgaben gehöre es, vertraulich zuzuhören, Betroffene zu unterstützen und bei Bedarf weitere Hilfsangebote zu vermitteln.

Schutzkonzepte werden auf den jeweiligen Verein abgestimmt und verbindlich umgesetzt. Dazu gehören festgelegte Verhaltensregeln und Verfahrensregeln im Umgang mit Verdachtsfällen. „Mit der Aufnahme in das Qualitätsbündnis setzen wir ein klares Zeichen für den Schutz von Kindern, Jugendlichen und allen Sporttreibenden in Krefeld“, betont Jochen Adrian, Vorsitzender des Stadtsportbundes Krefeld. Auch der SCCR sieht in der Mitgliedschaft einen wichtigen Schritt: „Der Prozess hat uns als Verein weiterentwickelt und das Thema Prävention fest in unseren Strukturen verankert“, erklärt Konrad Geselbracht, Vorsitzender des Vereins.