357 Tage nach dem ersten Spatenstich wurde zwischen den beiden viergeschossigen Gebäuden Haus Martin und Haus Thomas der Richtkranz hochgezogen. Norbert Rath vom Investor Conesta kündigte die Fertigstellung für den kommenden Sommer an: „Am 15. Juni 2026 übergeben wir als erstes Haus Martin an die Stiftung, am 31. August folgt Haus Thomas.“ Anschließend werden nach und nach weitere Gebäudeteile in Betrieb genommen, so dass im Laufe des Jahres 2027 auf dem 1,4 Hektar großen Stifts-Campus 164 vollstationäre Pflegeplätze zur Verfügung stehen, darunter 20 für die Kurzzeitpflege.
Jürgen Brockmeyer, Vorstandsvorsitzender des Betreibers Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, dankte seinem Team in seiner Ansprache für die „enorme Mehrarbeit und die große Leistungsbereitschaft“ und deutete den nicht immer leichten Weg von der Idee vor ca. zehn Jahren bis zum Richtfest an, der nur durch ein ein harmonisches Zusammenwirken von Investor, Betreiber, Stadt und Behörden zum weithin sichtbaren Zeichen einer Erfolgsstory geworden sei. Für eine mittelgroße Stadt wie Kempen bedeuteten die beiden neuen Pflegeheime einen „Meilenstein“. Sicherlich seien die Neubauten mit Blick auf mehr als 600 Jahre Stiftungsgeschichte, auf die er mit „einer gewissen Demut“ blicke, lediglich eine Zwischenstation. „Aber manchmal fällt in eine solche Zwischenstation etwas hinein, das alles andere übertrifft. Und genau das sind diese neuen zwei Pflegeeinrichtungen.“
Bürgermeister Christoph Dellmans bedankte sich insbesondere bei Landrat Bennet Gielen, dass der Kreis Viersen mit seinem Sozialamt alle Ampeln für attraktive und leistungsfähige Altenpflegeheime auf Grün gestellt und in gemeinsamer Anstrengung mit Stadt und Kirche als Träger der Stiftung Einzigartiges für Kempen möglich gemacht habe. Den Satz, dass das Von-Broichhausen-Ensemble weit draußen liegt, entkräftete Dellmans mit dem Hinweis auf das St. Peter-Stift. Als diese Einrichtung im Kempener Süden vor 25 Jahren bezogen wurde, sei es
gefühlt für viele Kempener auch „jwd“ gewesen: „Heute ist das Empfinden ein völlig anderes, nachdem dort ein pulsierendes Neubaugebiet fertiggestellt worden ist.“