Sternsinger-Empfang in Tönisvorst „Zeichen für Bildung und Gerechtigkeit“

Tönisvorst · Bürgermeister Kevin Schagen empfing in den vergangenen Tagen einen ganz besonderen Besuch: Sternsinger der Kirchengemeinden aus St. Tönis und Vorst brachten den Segen zu den Menschen in die Rathäuser.

Foto: Stadt Tönisvorst

Unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“ sammelten die Vorster Kinder und Jugendlichen Spenden für Gleichaltrige in Bangladesch, wo Millionen Mädchen und Jungen keine schulische Ausbildung erhalten, sondern nach Angaben des Kindermissionswerks unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen.

Foto: Stadt Tönisvorst

In den vergangenen Tagen waren 31 Kinder und 16 Begleitpersonen in Vorst unterwegs. Mit großem Erfolg: Bereits jetzt konnten über 6.000 Euro an Spenden gesammelt werden. In St. Tönis sammeln rund 80 Sternsinger Spenden für das Kindermissionswerk. Das Geld fließt in Projekte, die Kindern den Schulbesuch ermöglichen und sie vor Kinderarbeit schützen.

Bürgermeister Schagen zeigte sich beeindruckt: „Diese Kinder und Jugendlichen zeigen sehr deutlich, dass Mitgefühl keine Frage des Alters ist. Ich freue mich über dieses deutliche Zeichen für Bildung und Gerechtigkeit.“

Trotz Fortschritten müssen in Bangladesch nach Angaben des Kindermissionswerks noch immer rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten – 1,1 Millionen davon unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Bildung bleibt für sie meist ein unerreichbarer Traum. Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich nach Angaben des Kindermissionswerks dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Die Aktion Dreikönigssingen gilt als die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Jährlich machen sich Sternsinger in ganz Deutschland auf den Weg, um Spenden für Gleichaltrige in Not zu sammeln. Weiterführende Infos unter www.sternsinger.de.