Neubau Von-Broichhausen-Ensemble „Das Interesse der Kempener motiviert uns“

Kempen · Noch vor Weihnachten ist in der Sohle von Haus Thomas das Betonfundament gegossen worden. Nachdem der Rohbau des benachbarten Haus Martin steht und das Dach dicht ist, geht es ab dem 5. Januar an die zweite große Bauphase.

Foto: Axel Küppers

Der Neubau des Von-Broichhausen-Ensembles im Kempener Neubaugebiet Kempen-West ist gut sieben Monate nach dem Spatenstich in der zweiten Halbzeit der größten Kempener Baumaßnahme angekommen. Haus Martin mit seinen vier Geschossen und einer Höhe von 13 Metern ist bereits weithin sichtbar. „Wir sind im Zeitplan und bislang sehr zufrieden mit dem Ablauf der Arbeiten“, sagt Oberpolier Paul Miller. Auch die Stimmung ist gut auf der Baustelle, was beim „Deckenfest“ zu spüren war.

Foto: Axel Küppers

Am 5. Januar 2026 geht es mit Siebenmeilenstiefeln weiter am Schmeddersweg mit der ersten Baumaßnahme überhaupt in diesem großen Neubaugebiet Kempen-West, wo rund um das Von-Broichhausen-Ensemble ein ganzes Viertel mit Wohnhäusern, Kita, Geschäften, Spielplätzen und sonstiger Infrastruktur entstehen wird. Noch vor dem Weihnachtsfest haben Paul Miller und sein Team den Ehrgeiz, die aufgehenden Bauteile für das Erdgeschoss von Haus Thomas zu betonieren. „Parallel laufen nebenan im Haus Martin die Dachdeckerarbeiten, sie sollen zu 80 Prozent fertiggestellt werden - „so der Wettergott ein Einsehen hat“.

Auch darunter läuft es ungebremst weiter, der Innenausbau ist bereits im September gestartet. Im Erdgeschoss von Haus Martin werden aktuell die Türen aus Aluminium montiert. Und bis einschließlich des 3. Obergeschosses sind bereits die ersten Fenster eingebaut. Schon im März 2026 will das Bauunternehmen den fertigen Rohbau von Haus Martin an die Inneneinrichter übergeben. Tapeten, Böden, Mobiliar, Accessoires und vieles mehr wird zurzeit mit Hochdruck von den Verantwortlichen der Stiftung ausgesucht und bestellt. In der zweiten Hälfte 2026 soll Haus Thomas im Interieur folgen.

„Das Interesse der Kempener motiviert uns“, sagt Paul Miller, Oberpolier auf der Baustelle.

Foto: Axel Küppers

Der Winter mit recht viel Regen und teilweise Frost habe bislang zwar keine optimalen Bedingungen gebracht, betont der Oberpolier. Dennoch haben die Baukolonnen das Beste aus den Wetterunbilden gemacht und arbeiteten in den letzten Monaten des Jahres 2025 mit Feuereifer daran, den Zeitplan einzuhalten. Im späten Frühjahr 2025 war der Spatenstich für den ersten von zwei Baukörpern, also Haus Martin, erfolgt.

Paul Miller freut sich darüber, dass viele Kempener interessiert an der Baustelle vorbeispazieren und mit den Bauarbeitern das Gespräch suchen. „Man spürt förmlich, welchen Stellenwert dieser Neubau für die Stadt hat und wie aufmerksam die Menschen hierher schauen“, sagt der Oberpolier. Auch der Kontakt zu den Anwohnern sei gut. „Wir bemühen uns, das Umfeld so wenig wie möglich zu belasten und gehen auf Wünsche ein.“ Der gute Draht zur Nachbarschaft motiviert das Team, auf einer Fläche von 1,4 Hektar im hohen Tempo den Neubau des Von-Broichhausen-Ensembles voranzutreiben.

Geplant ist, die Großbaumaßnahme um die Jahreswende 25/26 fertigzustellen. Das Von-Broichhausen-Ensemble wird in nachhaltiger Bauweise errichtet und soll 164 Senioren in vollstationärer Pflege inklusive 20 Plätzen in der Kurzzeitpflege ein neues Zuhause bieten. Für Haus Martin sind 80 stationäre Plätze, für Haus Thomas 64 stationäre Plätze plus 20 Plätze für die Kurzzeitpflege vorgesehen. Alle Zimmer sind Einzelzimmer.