Die Idee, Menschen zum Fest der Feste glücklich zu machen, die ansonsten Heiligabend alleine verbringen müssten, ist in Kempen angekommen. „Besonders erfreulich war, dass sich in diesem Jahr ein Dutzend Helferinnen und Helfer gefunden haben, die mit ihrem selbstlosen Einsatz dazu beigetragen haben, dass es für alle eine schöne Weihnachtsfeier war“, sagt Stiftungs-Vorsitzender Jürgen Brockmeyer, der 2024 die Idee für Heiligabend-mal-anders in die Tat umgesetzt hat.
Auch Mitarbeitende der Stiftung waren unter den Helfern, der große Anteil kam aber von extern und war das erste Mal dabei. Auch der Einzelhandel und weitere Kempener Unternehmen zeigten sich spendabel und trugen mit ihren Spenden dazu bei, dass das Buffet köstlich und die Tüten prall gefüllt waren, die der Weihnachtsmann zur Bescherung um 17.30 Uhr im Stifts-Saal überreichte.
Liebevoll arrangiert das Festprogramm: Weihnachtslieder zum Mitsingen, durch die Klavierkünste von Randolph H. Sieber inspiriert, gute Gespräche und eine lockere Atmosphäre trugen dazu bei, dass Besucher wie Helfer am Ende glücklich-beseelt ins Bett fielen und vom Christkind träumten. Und sicher vom imposanten Weihnachtsmann alias Chris Czech in beeindruckender Zweimeter-Statur.
„Schön, dass wir mit den Maltesern und ihrem Fahrdienst weitere Unterstützer für unseren Shuttle-Dienst gefunden haben“, zeigte sich Jürgen Brockmeyer begeistert vom Einsatz der helfenden Hände. Erneut nutzten einige in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen das Angebot, abgeholt und hinterher wieder nach Hause gefahren zu werden. „Es ist wie ein Stein ins Wasser werfen: Heiligabend-mal-anders zieht Wellen und erreicht ganz offensichlich viele Kempener.“
Musikalisch war es ein Wünsch-dir-was-Konzert: Der in allen Genres bewanderte Pianist Randolph spielte aus dem Stegreif Melodien auch außerhalb des Weihnachtskanons, was den Applaus von Fans anderweitiger Richtungen wie Rock, Folk, HipHop, Indie Pop und Heavy Metal auslöste. Neben dem Hörgenuss war‘s ein Festschmaus: Kaffee und Kuchen, später Kartoffelsalat mit Würstchen, dazu Getränkeauswahl querbeet bis hin zum edlen Tropfen von Grauburgunder bis Dornfelder ließen keine Wünsche offen.
Die Gäste erlebten ein kleines „Wunder der Weihnacht“: Der Duktus eines offenen Hauses trug dazu bei, dass spontan weitere Gäste zu Heiligabend-mal-anders stießen und lebhaft mitfeierten. Schon jetzt wurde bekanntgegeben, dass die Stiftung an der Reihe festhalten will: „Da der Umzug ins neue Von-Broichhausen-Ensemble für den Herbst ansteht, wird es hier wohl das letzte Heiligabend-mal-anders gewesen sein - aber wir machen an neuer Stelle weiter“, verspricht Jürgen Brockmeyer. „Wir haben festgestellt, dass der Bedarf da ist und wir in unserer christlichen Haltung im Sinne der Stiftung dazu beitragen können, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt mit solchen Gesten zu stärken.“ Somit spürten am Ende die Gäste im Von-Broichhausen-Stift am 24. Dezember in der Stadt von Thomas und Martin den Geist der Nächstenliebe und der Fürsorge. (Text: Axel Küppers)