Willicher Künstler laden zum Rundgang ein Seit 15 Jahren „Offene Ateliers“ in Willich

Willich · Klein, aber fein: Seit nunmehr 15 Jahren organisieren vier befreundete Künstler die „Offenen Ateliers Willich“. Im Jahr 2011 standen deren Ateliers zufällig in großer räumlicher Nähe zueinander, man fand zusammen und die gemeinsame Idee, interessierten Bürgern auch in Willich und Umgebung jährlich einen Kunstspaziergang anzubieten, war geboren.

Seit 15 Jahren „Offene Ateliers“ in Willich - Willicher Künstler laden am Wochenende wieder zum Rundgang durch Willicher Ateliers ein.

Foto: Privat

Die „Offenen Ateliers Willich“ bieten nun auch 2026 wieder allen Kulturinteressierten die Möglichkeit, hinter die Türen ihrer lokalen Arbeitsstätten zu schauen. In diesem Jahr beteiligen sich insgesamt fünf Ateliers. Auf der Martin-Rieffert-Straße und der sich kreuzenden Peterstraße erwarten Besucher wieder die unterschiedlichsten Ideen und Umsetzungen. Ergänzt werden die dort entstandenen Werke durch zwei Gastkünstler, die das Spektrum noch erweitern und zusätzlich für neue Impulse sorgen. Von Malerei und Zeichnungen über Fotografie, Betonobjekten und Skulpturen bis hin zu ungewöhnlichen Hybridkunst- Skulpturen als Upcycling oder für digitale Kunst wie Flipper-Simulationen – es erwartet die Besucher eine Tour durch die kreative Vielfalt der Ateliers im Herzen von Willich.

Das Atelier Birgitta Jenner auf der Martin-Rieffert-Straße 37 zeigt groß- und kleinformatige Malerei sowie farbige Zeichnungen in verschiedenen Techniken. Im Fokus stehen diesmal erlebte und malerisch umgesetzte Impressionen diverser Reisen. Auf der Martin-Rieffert-Straße 10 präsentiert Jörg Schulze Roloff seine Arbeiten: „Der Betondesigner im Farbrausch. Betonobjekte in Street-Art und mit Comic-Elementen, im wilden Farb-, Material- und Technikmix.“ Bei Karl Karol, dem dortigen Gastkünstler mit seiner ‚Panel Art‘, nehmen Computergrafiken als Wandobjekte schrittweise Raum ein: Schwarze Platten werden analoge Bildschirme – sie schlucken das Licht und bündeln es zu Schattenrissen. Plastische Vielecke machen digitale Gesichter greifbar. Collagen aus Holzfurnier weisen den endgültigen Übergang vom Digitalen ins Organische. „Mein kleines Atelier“, das Fotostudio von Christiane Reuter auf der Martin-Rieffert-Straße 11, ist dieses Mal ebenfalls eine Station auf dem Rundgang. Anne Fiedlers Malereien auf der Peterstraße 49 schicken den Betrachter auf eine Reise zu gesehenen, erinnerten oder gespürten Orten und Situationen. Ihre Malereien werfen Fragen auf an Erlebnisse oder Erinnerungen, die jedoch in der Schwebe bleiben. Teils transportiert die Malerin nur noch die erlebten Gefühle, denen sie während ihres Malprozesses hinterher gespürt hat. Im Atelier P19 auf der Peterstraße 19 präsentiert Renate Diekmann Malerei mit dem Thema: Momentaufnahmen von Menschen im Alltagsgeschehen. Es sind meist die kleinen Dinge, die unser Leben auf anrührende Weise erhellen. Als Gastkünstlerin zeigt Ellen von der Linden ihre Arbeiten aus Stein, bei denen sie den weiblichen Körper thematisiert. Die Skulpturen wecken Emotionen durch ihre Formgebung, Farbe und Haptik. Die Seele des einzelnen Werkes wird durch den Betrachter selbst erweckt.

Interessierte Besucher sind nun wieder herzlich eingeladen, einen persönlichen Blick auf die entstandenen Arbeiten zu werfen und in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Kunst direkt vor Ort zu erwerben. Seien Sie neugierig und kommen Sie ins Gespräch mit den Kunstschaffenden: Wie entstehen neue Ideen, wie können Inspirationen umgesetzt werden, wie finden Materialien neue Formen...?

Offene Ateliers in Willich am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Mai, von 13 - 18 Uhr (am Sonntag außer: „Das kleine Atelier“) sowie am Dienstag, 12. Mai, von 17 - 20 Uhr. Alle Standorte sind mit einer Fahne gekennzeichnet und leicht zu finden.