Dazu werden jedes Jahr zwei große Lkw-Transporte mit den unterschiedlichsten Hilfsgütern auf die Reise geschickt, um hilfsbedürftige Gemeindemitglieder mit entsprechenden Waren zu versorgen.
Dieses Mal haben sich drei ehrenamtliche Helfer für eine Woche mit dem Gemeindebus auf den Weg gemacht, um einerseits den persönlichen Kontakt zu den Pfarrerehepaaren zu pflegen, andererseits um die Nutzung der bisherigen Hilfsgüter zu inspizieren und gleichzeitig den aktuellen Bedarf genau festzustellen. Die Wegstrecke führte die kleine Reisegruppe über Österreich (mit einer Zwischenübernachtung in Linz) und Ungarn (über den Grenzübergang Debrecen) zur ersten Gemeine (Sacueni), von wo aus die beiden anderen Gemeinden besucht wurden. Insgesamt betrug die gesamte Fahrtstrecke 3.271 km.
Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten sehr groß und so kam es zu einem ausgiebigen Gedankenaustausch, zu Besichtigungen, zu einigen Begegnungen mit Gemeindemitgliedern, zu einer Bestandsaufnahme der Ergebnisse der letzten Hilfslieferungen (was alles erreicht wurde) und zu Planungsgesprächen, welcher aktuelle Bedarf besonders gefragt ist. Derzeit sind in besonderem Maße Küchenutensilien (wie Töpfe, Pfannen, Besteck), Windeln und Pants für Erwachsene (Größe L und XL), Werkzeug, Büromaterialien sowie Bettwäsche erwünscht. Außerdem wurden weitere Möglichkeiten einer zusätzlichen Vernetzung mit bisher unberücksichtigten, sehr kleinen und schnell übersehenden Gemeinden diskutiert. So auch die Versorgung einer Roma-Gemeinde, die ein eher isoliertes Dasein von der rumänischen Bevölkerung erfährt. „Der überaus herzliche Empfang, die wertschätzende Betreuung und die offene, beziehungsorientierte Kommunikation waren ein Genuss für beide Seiten“, so Armin Krenz, der gemeinsam mit Wolfgang Angerhausen und Renate Steimer für die Rumänienhilfe vor Ort war.
Ein Highlight für die drei Ehrenamtlichen: Während des Gottesdienstes in Sacueni wurden sie vom Gemeindepfarrer auf die Bühne des Stadttheaters, in dem der Gottesdienst wegen der Kirchenrenovierung stattfand, gebeten, um ihnen in feierlicher Weise eine Danksagungsurkunde zu überreichen, was die ca. 150 Gottesdienstbesucher*innen mit einem kräftigen Applaus unterstützten. Auch wenn die An- und Rückreise sowie die vollgefüllten Tage - zudem bei der Hitze um 40 Grad C. - recht anstrengend waren, habe es sich gelohnt, „die Partnerschaft aktiv zu pflegen, die Nutzung der Hilfsgüter wahrzunehmen und die Motivation in der Gewissheit aufrechtzuerhalten, dass Nächstenliebe ein überaus hohes Gut ist, um Grenzen zu überwinden und für Dankbarkeit bei den Menschen zu sorgen, die weiterhin einer Hilfe bedürfen“.
Das „Interkulturelle Netzwerk 55 plus“ nimmt nach einer dreiwöchigen Sommerpause ab dem 10. August weiterhin Spendengüter jeden Montag- und Donnerstagnachmittag von 15.30 bis 17 Uhr in den Sammelräumen der SCI-Schule in Moers Repelen (Am Meerholz, Einfahrt Schulhof) an.