Seit Juni 2026 schreiben Mitarbeitende, Klientinnen und Klienten in den Einrichtungen des Erziehungsvereins Postkarten an Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem Statement „Wer jetzt kürzt, zahlt später drauf“, ergänzt um persönliche Botschaften, wie negativ sich die Kürzungen auf ihre Lebenssituation auswirken würden. Die Sparvorschläge hätten gravierende Auswirkungen auf Schutz, Beteiligung und Entwicklungschancen von Kindern, Jugendlichen, jungen Menschen, Menschen mit Behinderung und ihren Familien. Die Vorschläge sehen erhebliche Kürzungen bei der Schulbegleitung und den Integrations- und Assistenzhilfen für Menschen mit Behinderungen vor sowie beim Unterhaltsvorschuss oder bei individuellen Hilfen in der Kinder- und Jugendhilfe, die stärker pauschaliert werden sollen.
In den Heilpädagogisch-Therapeutischen Tagesgruppen (HTT) des Förderschulverbunds, die ihre persönlichen Kanzlerbotschaften dieser Tage auf den Weg nach Berlin gebracht haben, sind sich alle einig: Wer heute bei sozialen Angeboten spart, riskiert morgen höhere gesellschaftliche Kosten – und vor allem weniger Unterstützung für die Menschen, die sie am dringendsten brauchen. Soziale Arbeit ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit und eine starke Gesellschaft.