Duisburg Philharmoniker haben Großes vor

Duisburg · Mit Stefan Blunier als GMD an der Spitze, einer neuen Reihe, einem neuen „Conductor in Residence“ und einer vielseitigen „Artist in Residence“ starten die jüngst mit Deutschlands wichtigstem Musikpreis, dem Opus Klassik, ausgezeichneten Duisburger Philharmoniker in die Spielzeit 2026/2027.

Intendant Niels Szczepanski, Bürgermeisterin Edeltraut Klabuhn und Stefan Blunier (v. l.) stellten das Programm der kommenden Philharmonikersaison vor.

Foto: Stadt Duisburg

Die neue Saison verbindet künstlerische Profilschärfung mit hochkarätigen Gästen, Uraufführungen, Entdeckungen und ungewöhnlichen Konzertformaten. Und: Die Duisburger Philharmoniker unternehmen Gastspielreisen nach Mailand und Nijmegen.

Mit der neuen Spielzeit übernimmt Stefan Blunier das Amt des Generalmusikdirektors. Gleich mehrere Philharmonische Konzerte macht er zur Chefsache. Neu ist außerdem „Die andere Reihe“, die das Konzertangebot um neue Perspektiven und andere Zugänge erweitert. Ebenfalls neu geschaffen wurde die Position des „Conductor in Residence“, die in dieser Spielzeit Alessandro De Marchi übernimmt. Der italienische Dirigent setzt in mehreren Konzerten eigene Akzente. Gleich zum Auftakt widmet er sich im 1. Philharmonischen Konzert italienischen Komponisten zwischen Spätromantik und früher Moderne, im Zentrum mit Luciano Berios „Folk Songs“ und Weltklasse-Mezzosopranistin Magdalena Kozená. Im 5. Philharmonischen Konzert richtet De Marchi den Blick auf Antonio Vivaldi jenseits der „Vier Jahreszeiten“, und auch das Neujahrskonzert steht unter seiner Leitung mit berühmten Melodien der italienischen Filmmusik.

„Artist in Residence“ der Spielzeit 2026/2027 ist die Saxophonistin Asya Fateyeva. Sie präsentiert sich in Duisburg als vielseitige Botschafterin ihres Instruments und zeigt in unterschiedlichen Formaten, wie breit das klassische Saxophon klanglich und stilistisch aufgestellt sein kann — vom großen Solokonzert mit Orchester über kammermusikalische Projekte bis hin zu Education-Formaten. Im 4. Philharmonischen Konzert ist sie außerdem mit einer Uraufführung eines Saxophonkonzerts von Enrico Chapela zu erleben.

Die Philharmonischen Konzerte insgesamt halten zahlreiche Höhepunkte bereit: Im 7. Philharmonischen Konzert folgt mit Avner Dormans „Fantasie für Altsaxophon in Es-Dur und Orchester“ ein weiteres Auftragswerk der Duisburger Philharmoniker, das auf spannende Weise mit Brahms in Beziehung tritt. Stefan Blunier widmet sich außerdem großen „Klassikern“: unter anderem Gustav Mahlers 7. Sinfonie, Anton Bruckners „Nullter“ im Rahmen des neuen Bruckner-Zyklus, Beethovens 4. Sinfonie sowie einem Programm mit Werken, die von der bildenden Kunst inspiriert sind. Hinzu kommen prominente Gäste und neue Töne, etwa mit Ariane Matiakh, Jacques Forestier, Louis Lortie, Martin Helmchen, Anastasia Kobekina und Domingo Hindoyan.

Zu den besonderen Perlen der Saison zählen außerdem mehrere Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen. So erklingen im 9. Philharmonischen Konzert Brett Deans „The World’s Wife“ als deutsche Erstaufführung sowie zum Saisonabschluss ein neues Werk von Courtney Bryan. Diese Programme stehen exemplarisch für eine Spielzeit, die das klassische Kernrepertoire bewusst mit Gegenwart, Entdeckungen und neuen Perspektiven verbindet.