Heroen bevölkern die Musikgeschichte seit Jahrhunderten, das 19. Jahrhundert machte die Künstler selbst zu Helden. Das elfte Philharmonische Konzert „Helden-Leben“ der Duisburger Philharmoniker widmet sich nun zwei Komponisten, die dieses Künstlerbild entscheidend geprägt haben: Ludwig van Beethoven und Richard Strauss.
Beethovens 5. Klavierkonzert trägt bis heute den Beinamen „Emperor“. Tatsächlich sprengt das Werk mit seinen monumentalen Dimensionen und dem selbstbewussten Solopart die Grenzen des klassischen Klavierkonzerts. Zwischen martialischer Kraft, lyrischer Innigkeit und triumphaler Geste wird Beethoven hier selbst zur heroischen Künstlerfigur seiner Zeit. Solist des Abends ist Boris Giltburg, international für sein hochvirtuoses Spiel gefeiert und als ehemaliger Duisburger Residenzkünstler am Niederrhein noch in bester Erinnerung.
Noch radikaler treibt Richard Strauss die Idee des musikalischen Heroen in „Ein Heldenleben“ auf die Spitze. Strauss zeichnet darin das Bild eines Helden, der gegen seine Widersacher kämpft, Liebesglück erfährt, Schlachten besteht und schließlich zu innerer Ruhe findet. Schon zu Lebzeiten wurde darüber spekuliert, wie viel autobiografisches Selbstbild in dieser Tondichtung steckt. Tatsächlich bewegt sich „Ein Heldenleben“ permanent zwischen monumentaler Klangpracht und subtiler Selbstreflexion, zwischen Pathos und feiner Ironie.
11. Philharmonisches Konzert: „Helden-Leben“, Mittwoch und Donnerstag, 24./25. Juni, jeweils 19.30 Uhr, Mercatorhalle. Karten: Theaterkasse, Opernplatz/Neckarstraße 1, 47051 Duisburg, www.duisburger-philharmoniker.de