Den offiziellen Startschuss zum Planungswettbewerb „Weißes Haus“ haben die Beteiligten am Mittwoch, 27. Mai, gegeben. An dem Tag fanden die Auslosung der Architekturbüros, die Entwürfe für das Projekt einreichen dürfen, und die erste Sitzung des Preisgerichts statt. Es besteht aus Vertretern der Verwaltung, Politik und des Schlosstheaters, hinzu kommen Architekturexperten. Für die Teilnahme an dem Wettbewerb hatten sich 205 Büros beworben. Nach der Sichtung sind alle 205 Architekturbüros in der Lostrommel gelandet, wovon 18 gezogen wurden. 20 Nachrücker kommen hinzu. Die Büros stammen vor allem aus Deutschland und zum Teil aus anderen Staaten der Europäischen Union. Die Auslosung ist seit Kurzem nach EU-Recht vorgeschrieben.
Die Ziehung hat Bürgermeisterin Julia Zupancic unter Aufsicht von Mitarbeitern der städtischen Vergabestelle und der örtlichen Rechnungsprüfung übernommen. Vor dem Start des Verfahrens war eine Genehmigung der Architektenkammer nötig. Für Oktober ist eine Preisgerichtssitzung vorgesehen, in der die ersten drei Plätze der eingereichten Entwürfe festgelegt werden. Danach stellt die Stadt Moers die Arbeiten aus, damit sich die Bürger ein Bild von den Ideen machen können. Auch der Rat und seine Fachausschüsse werden sich damit befassen. Später geht es in die Verhandlungen und in die eigentliche Vergabe. Erst wenn der präferierte Entwurf feststeht, kann die Stadt Moers die Fördermittel bei Bund und Land beantragen. Insgesamt 26 Millionen Euro sollen von dort fließen. Das Sanierungs- und Bauprojekt ist auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude soll später klimaneutral mit entsprechend günstigen Betriebskosten sein. Die Zuständigkeit für das gesamte Projekt hat das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers.