Das traditionelle Prinzenwiegen der DEKRA beim Autohaus Minrath ist ein fester Termin im närrischen Kalender. Hier werden die Tollitäten des Grafschafter Karnevals gegen Wurfmaterial aufgewogen. Auf die Waage ging’s für das Prinzenpaar Basti I. und Steffen I. sowie für Kinderprinzessin Samantha I.. Damit „trotz Gewichtsverlust durch die ganze Tanzerei bei den Auftritten“ ein paar mehr Kilos zusammenkommen, kamen alle Orden, die das Prinzenpaar in der bisherigen Session bekommen hat, mit auf die Waage. Mit ein bisschen zusätzlicher Unterstützung durch helfende Füße und Hände sind’s schließlich 320 Kilo Kamelle, die die Dekra für den Nelkensamstagszug spendet. Solche Spenden sind gerne gesehen, denn die Kosten für Kamelle belaufen sich pro werfende Person auf 200 bis 300 Euro und werden von den Teilnehmenden selbst getragen.
Der Zug stellt sich in diesem Jahr an der Glückauf-Halle auf und startet um 13.11 Uhr auf der Kirchstraße ab der Einmündung Dr. Kolb-Str. in Richtung Moers. Der Weg setzt sich fort über die Homberger Straße bis zur Kreuzung Xantener- / Klever Straße. Hier fährt der Zug am Friedrich-Ebert-Platz vorbei und biegt dann nach links in die Wilhelm-Schröder-Straße ein. Der Zug endet nach der Verkürzung im letzten Jahr nun wieder an der „Trotzburg-Kreuzung“ (Wilhelm-Schroeder/Rheinberger Straße). Insgesamt gibt es für die Sicherung des Zuges rund 50 Sperrstellen, darunter 8 zusätzliche auf der Wilhelm-Schroeder-Straße. Dafür werden etwa 130 Sperren benötigt (Pitagonen/mobile LKW-Sperren aus Metall, Fahrzeuge und starre Sperren/Betonklötze). Die Durchführung des Zuges kostet rund 120.000 Euro. Es gilt wieder Glasverbot.
Für den Karnevalsumzug am Samstag, 14. Februar, werden entlang der Strecke umfassende Sicherheitssperren eingerichtet. Sie werden bereits in den frühen Morgenstunden aufgebaut. Ab 11 Uhr sind die Zufahrten zur Homberger Straße und zum gesamten Zugbereich vollständig gesperrt. Die Sperrungen werden voraussichtlich gegen 18 Uhr aufgehoben, je nach Verlauf möglicherweise auch etwas früher. Einzelne Gehwege können darüber hinaus noch kurzfristig durch Sicherungsmaterial beeinträchtigt sein, das schnellstmöglich von den beauftragten Unternehmen abgeholt wird.
Damit das Sicherheitskonzept umgesetzt werden kann, dürfen entlang der Zugstrecke sowie in ausgewählten Einmündungsbereichen der Seitenstraßen keine Fahrzeuge abgestellt werden. Entsprechend hat die Stadt Moers an vielen Stellen absolute Halteverbote eingerichtet. Anders als in früheren Jahren sei es aufgrund der Vielzahl der Sperrstellen nicht möglich, Falschparker rechtzeitig zu ermitteln. Fahrzeuge, die verbotswidrig abgestellt sind, werden abgeschleppt. Nur mit diesen Maßnahmen könne der Nelkensamstagszug sicher durchgeführt werden. Die Stadt Moers bittet daher um Verständnis für die Einschränkungen sowie um die Unterstützung der Anwohnerinnen und Anwohner.