Am 15. April wurde das queere Zentrum Queers an der Niers e.V. in Mönchengladbach Ziel eines rechten Angriffs. Dabei wurden Schaufensterscheiben eingeschlagen und Hakenkreuze an das Gebäude geschmiert.
Als direkte Reaktion darauf veranstalten das Projekt 42 und Queers an der Niers e.V. am 29. Mai das Solidaritätskonzert „Gladbach bleibt stabil“ in der Altstadt von Mönchengladbach. Ziel der Veranstaltung ist es, ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen und deutlich zu machen, dass Einschüchterung, Hass und rechte Gewalt nicht unbeantwortet bleiben dürfen. „Bis hierhin und nicht weiter. Die Grenze ist erreicht. Wir zeigen uns solidarisch – und Gladbach bleibt stabil“, sagt Andreas Ochotta vom Altstadtclub Projekt 42. Nach dem Angriff nahm er Kontakt mit Heike Kivelitz und Christian Ibels vom queeren Zentrum auf. Schnell entstand die Idee, gemeinsam einen Benefizabend zu organisieren, der Haltung zeigt und Menschen zusammenbringt.
Dank Sponsoren-Unterstützung kann die Veranstaltung vollständig finanziert werden. Dadurch gehen sämtliche Eintrittseinnahmen direkt an das queere Zentrum, 100 Prozent der Eintrittseinnahmen werden an Queers an der Niers e.V. gespendet.
Musikalisch wird der Abend von drei Live-Acts gestaltet:„WirSindBaend“, „Chinchillaz mit Cello“ und dem „Betrayers of Babylon Duo“. Zusätzlich erwartet die Besucherinnen und Besucher ein DJ-Set von DJ Fabibi, eine moderierte Live-Karaoke sowie Raum für Begegnung, Austausch und Solidarität.
Die Veranstalter möchten bewusst einen offenen Abend schaffen, der Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammenbringt – queere Menschen ebenso wie Freundinnen, Unterstützerinnen, Nachbarn und Interessierte.
Das Projekt 42 steht seit vielen Jahren für alternative Kultur, Vielfalt und offene Begegnungsräume in Mönchengladbach. Gemeinsam mit Queers an der Niers e.V. soll ein Abend entstehen, der nicht nur Haltung zeigt, sondern auch Gemeinschaft stärkt. Die Veranstaltung versteht sich ausdrücklich als Safe Space. Respektvoller Umgang miteinander sowie ein klares Nein zu Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung bilden die Grundlage des Abends.
Der Eintritt beträgt 10 Euro. Beginn ist um 19 Uhr im Projekt 42, Waldhausener Straße 40 - 42.