Erzieher und Eltern im Austausch mit der Politik Dialog über das Kinderbildungsgesetz

Mönchengladbach · Das Angebot der beiden Landtagsabgeordneten Vanessa Odermatt und Jochen Klenner zum persönlichen Austausch über die Änderungen beim Gesetz für die KiTas ist auf großes Interesse gestoßen: Rund 90 Erzieher, Vertreter von Trägern oder Elterninitiativen kamen zum Dialog über das Kinderbildungsgesetz (KIBIZ) ins Franz-Balke-Haus nach Rheydt.

Beim Dialog über das Kinderbildungsgesetz (KIBIZ): die Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten Vanessa Odermatt und Jochen Klenner und die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Christiane Sörgel.

Foto: Sandra Lohr

Rund zwei Stunden lang gab es intensive Gespräche, bei denen Sorgen angesprochen, Änderungsvorschläge gemacht und weitere Ideen vorgestellt werden konnten.

„Diese wichtigen Hinweise aus der Praxis sind für unsere Arbeit im Landtag enorm wichtig“, resümierten die beiden CDU-Politiker Vanessa Odermatt und Jochen Klenner nach dem Austausch. Schon vor der Veranstaltungen hatten sie viele einzelne Gespräche mit Einrichtungen geführt: „Immer wieder geht es um die Themen ‚Verlässlichkeit der Betreuung‘, ‚mehr Flexibilität‘ aber auch ‚Planungssicherheit für alle Beteiligten“ sowie ‚Verantwortung’ und ‚Vertrauen‘, berichten die Mönchengladbacher Vertreter im NRW-Parlament.

Sorgen haben sich zuletzt vor allem die kleinen, eingruppigen Einrichtungen gemacht. Im Referentenentwurf der Gesetzesänderung wurde die bisherige Übergangsregelung mit einem jährlichen finanziellen Zuschuss von 15 000 Euro in Frage gestellt. „Wir nehmen diese Hinweise ernst und setzen uns für Lösungsmöglichkeiten ein – hier wird es sicherlich Bewegung geben, denn diese Einrichtungen sind aktuell unerlässlich, um die Trägervielfalt und das KITA-Platz-Angebot in unserer Stadt sicherzustellen“, so Odermatt und Klenner.

Viele Fragen gab es auch zum Vorschlag, künftig Kern- und Randzeiten für den Einsatz des Fachpersonals zu ermöglichen: „An den Geldern, die gezahlt werden, ändert sich nichts – es geht also nicht ums Sparen, sondern um mehr Flexibilität für die Einrichtungen beim Einsatz des Personals, um für eine verlässliche Betreuung zu sorgen. Denn wenn die KITA aufgrund von Personalmangel geschlossen bleiben muss, ist dies die schlechteste Alternative“, erläutern die Abgeordneten die Intention des Gesetzes. Hier kam aus der Runde jedoch der Wunsch, diese Ziele und die Umsetzung noch klarer zu beschreiben, um Sorgen bei den Mitarbeitern oder auch Eltern zu entkräften.

Im Landtag geht nun das parlamentarische Verfahren mit Fachanhörungen weiter. Der Austausch mit den Mönchengladbacher Einrichtungen soll dabei weiter gehen und auch eine Folgeveranstaltung sei in Planung.

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