Jugendberufshilfen Zoom und Move unter einem Dach Anlaufstelle Hausnummer 59

Rheydt · Zwei Angebote der städtischen Jugendberufshilfe – ZOOM und Move – haben jetzt einen neuen gemeinsamen Standort. Hauptstraße 59 ist die neue Adresse für Beratung, wenn es in Schule und Berufsstart nicht reibungslos läuft.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs durchschnitt am Dienstag gemeinsam mit Teamleiterin Anja Hörnschemeyer (l.) und Sozialdezernentin Dörte Schall das symbolische Band zur Eröffnung der Jugendberufshilfe an der Hauptstraße 59.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs durchschnitt am Dienstag gemeinsam mit Teamleiterin Anja Hörnschemeyer (l.) und Sozialdezernentin Dörte Schall das symbolische Band zur Eröffnung der Jugendberufshilfe an der Hauptstraße 59.

Foto: Markus Rick (rick)

Schon von außen sieht man: die Hausnummer 59 ist keine übergangsweise Notlösung in einem der Leerstände auf der Rheydter Hauptstraße, sondern ein liebevoll und professionell gestalteter Treffpunkt für junge Menschen und ihre Familien. Hier sind Wände versetzt, Böden verlegt, Möbel geschleppt und Kunst aufgehängt worden, um Sitzecken und Räume zu schaffen, die Hemmschwellen abbauen und zum Gespräch einladen. Die zwei Angebote der städtischen Jugendberufshilfe, ZOOM und MOVE, haben vor wenigen Wochen ihren neuen gemeinsamen Standort in dem ehemaligen Ladenlokal bezogen. „Es ist Strategie, sowas nicht in entlegenen Ecken von Mönchengladbach, sondern mitten im Zentrum einzurichten“, sagte Oberbürgermeister Felix Heinrichs zur Eröffnung. Jugendliche mit Problemen in der Schule, Eltern, die merken, dass es bei ihrem Kind nicht so läuft, wie es sollte - sie finden hier Beratung, wie es weitergehen kann. „Es ist für uns Verpflichtung, das Umfeld von Kindern und Jugendlichen so zu gestalten, dass sie ihren Weg finden“, so der OB. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Quartiersbüro und in Sichtweite des zukünftigen Rathausprojektes sei der neue Standort genau richtig.

Dass sie in der Hausnummer 59 wirklich richtig sind, hat Teamleiterin Anja Hörnschemeyer schon vor der Eröffnung gemerkt. „Eine ältere Dame hat vor unserem Fenster gestanden und alles genau durchgelesen. Dann hat sie gesagt, ihre Enkel würden nicht so richtig regelmäßig zur Schule gehen, ob wir deswegen mal mit ihrer Tochter sprechen könnten“, freut sie sich. „Genau so, wünschen wir uns das.“

Zur Eröffnung am Dienstag waren neben dem Oberbürgermeister auch Sozialdezernentin Dörte Schall, Bezirksvorsteher Ulrich Elsen, Fachbereichsleiter Klaus Röttgen (Kinder, Jugend und Familie), Vertreter*innen von Jugendeinrichtungen, Schulen, Jobcenter und Agentur für Arbeit gekommen. Bei der Einrichtung hatten Jugendliche mit angepackt unter anderem von der Jugendwerkstatt Kuhle 8.

Sechs Mitarbeiter*innen um Teamleiterin Hörnschemeyer werden in Zukunft jungen Menschen in und um Rheydt bedarfsgerechte Unterstützung zukommen lassen. MOVE – Beratung bei Schulbesuchsproblematik, berät mit drei Sozialarbeiter*innen im Jahr rund 200 Sorgeberechtigte und ihre Kinder, die die weiterführende Schule nur unregelmäßig oder gar nicht mehr besuchen. ZOOM – Beratung im Übergang Schule-Beruf, berät mit drei Sozialarbeiterinnen im Jahr rund 300 junge Menschen im Alter von 15 bis 26 Jahren. Die Beratungen können einmalige Kontakte am Telefon oder persönlich wie auf Berufsmessen, Übergangsveranstaltungen oder auf Jugendveranstaltungen sein. Die Beratungen reichen in beiden Fällen vom einmaligen Beratungstermin bis zu mehrmaligen Hausbesuchen.

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