Christoffel-Blindenmission sagt Danke an Mönchengladbacher für 15.107 Augenoperationen „Wundervolles Mönchengladbach“

Bensheim/Mönchengladbach · Mönchengladbach auf Platz zehn der „Wundervollen Städte“ in Nordrhein-Westfalen: Christoffel-Blindenmission sagt Danke für 15 107 Augenoperationen.

Die Untersuchung durch Dr. Noel Pastory (l.) bringt Gewissheit: Asha leidet an Grauem Star.

Foto: CBM/Bothe/Iris Bothe

Wenn ein Mensch nach langer Zeit plötzlich wieder sehen kann, ist das wie ein Wunder. Solche Wunder haben die Bürgerinnen und Bürger von Mönchengladbach allein im vergangenen Jahr rund 15 107-mal bewirkt. Insgesamt 453 223 Euro haben sie an die Christoffel-Blindenmission (CBM) gespendet. Das sind 1,69 Euro pro Einwohner. Damit ist Mönchengladbach eine der wundervollsten Städte in Nordrhein-Westfalen, denn in kaum einer anderen Stadt war das Pro-Kopf-Spendenaufkommen für die CBM so hoch wie hier. Dafür sagt die CBM Danke.

Asha ist glücklich – endlich kann sie wieder sehen. Nun blickt sie voller Zuversicht in die Zukunft: Sie möchte professionelle Henna-Künstlerin werden.

Foto: CBM/Iris Bothe

Weltweit sind mehr als 17 Millionen Menschen durch Grauen Star erblindet. Schuld ist eine Trübung der Augenlinse. Um diese Trübung zu beseitigen, braucht es durchschnittlich nur 15 Minuten – und 30 Euro in den CBM-unterstützten Projekten. Doch viele Betroffene in Afrika, Asien und Lateinamerika können sich selbst das nicht leisten. Ein Arzt oder eine Ärztin im CBM-geförderten Projekt sowie die Spenderinnen und Spender in Mönchengladbach machen das Unglaubliche trotzdem möglich.

So war es auch bei Asha aus Sansibar. Still saß sie neben ihrem Großvater und lauschte dem gleichmäßigen Rattern seiner Nähmaschine. Früher hätte sie ihm aufmerksam zugesehen, doch nach und nach konnte Asha immer schlechter sehen – mit der Zeit nur noch Schatten erkennen. Vor anderthalb Jahren verlor die 23-Jährige fast vollständig das Augenlicht.

Mit ihrem Sehvermögen schwand auch ihre Lebensfreude. Früher neugierig und voller Pläne, zog Asha sich immer mehr zurück. Besonders schmerzlich war, dass sie ihren Traum aufgeben musste, als Henna-Künstlerin zu arbeiten. Sie hatte bereits begonnen, die kunstvollen Muster zu erlernen.

Ihre Tante brachte Asha ins CBM-geförderte Mnazi Mmoja Hospital. Dort wurde endlich die Ursache erkannt: Grauer Star, vermutlich eine Folge ihres unbehandelten Diabetes.

Zunächst musste ihr Blutzucker eingestellt werden, denn ihre Werte waren viel zu hoch. Erst danach stand der Operation nichts mehr im Weg. Bei dem Eingriff wurden ihre getrübten Augenlinsen durch klare künstliche Linsen ersetzt.

Der entscheidende Moment kam am Tag nach dem Eingriff. Als die Verbände entfernt wurden, kehrte langsam ihr Sehvermögen zurück. „Zuerst habe ich den Arzt gesehen und dann meine Tante“, erzählte Asha bewegt. „Ich habe vor Freude geweint.“

Heute blickt Asha hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie zeichnet wieder Henna-Muster und möchte ihre Ausbildung fortsetzen – und auch das Schneiderhandwerk ihres Großvaters erlernen. Mit ihrem Augenlicht hat sie nicht nur ihre Sicht zurückgewonnen, sondern auch ihren Mut und ihre Träume. Für Asha ist ein Wunder wahr geworden.

Ausgewertet wurden alle Städte ab 20.000 Einwohnern und alle privaten Zuwendungen aus den entsprechenden Postleitzahlengebieten.

Mehr Informationen unter
www.cbm.de.

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