Die Demonstration beginnt um 12 Uhr, der versammlungsrechtliche Aufzug startet um 13 Uhr am Platz der Wiedervereinigung vor der Fabrik Heeder und endet um 15 Uhr am Platz An der Alten Kirche in der Innenstadt mit der Abschlusskundgebung mit einem anschließenden Bühnenprogramm. „Über den genauen Zugweg wird vorab nicht informiert“, teilt die Pressestelle der Stadt Krefeld mit. „Damit reagieren auch die Veranstalter auf die angespannte Sicherheitslage und wollen zudem Störaktionen oder Gegendemonstrationen vorbeugen.“
Nach dem Anschlag in Berlin überprüfen die Veranstalter im Austausch mit den Behörden nochmals die hiesigen Sicherheitsmaßnahmen. „Alle Beteiligten werden nun noch gründlicher auf die Sicherheitsvorkehrungen schauen und bei Bedarf nachsteuern“, betont Ordnungsdezernent Ulrich Cyprian. „Klar ist, dass es eine 100-prozentige Sicherheit bei solchen Großveranstaltungen nicht geben kann. Die Ordnungsbehörden und der Veranstalter werden jedoch im engen Austausch alles dafür tun, die Besucherinnen und Besucher zu schützen.“
Am Tag nach dem islamistischen Terroranschlag beim Berliner „Christopher Street Day“ wurden vor dem Krefelder Rathaus Regenbogenfahnen auf Halbmast gesetzt. „Wir fühlen mit allen Opfern dieses feigen und unfassbar brutalen Anschlags. In Gedanken sind wir bei der Familie der Toten und wünschen allen Verletzten schnelle Genesung“, betont Oberbürgermeister Frank Meyer. „Extremistische Täter, die aus dem Hinterhalt unschuldige Menschen angreifen, zielen bewusst darauf, Angst und Hass zu säen und dadurch unsere Werte von Demokratie, Freiheit und offenem Miteinander zu untergraben. Wir dürfen uns dem nicht beugen und nicht klein beigeben.“
In Absprache mit den Organisatoren des Krefelder CSD dient die Treppe vor dem Rathaus seit dem Anschlag als Ort für Trauerbekundungen. Viele Menschen haben dort Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt.