Kurzzeitig verwandelte sich das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Krefeld in eine kleine Bastelwerkstatt: Zahlreiche Helferinnen fertigten hier Schultüten „im Akkord“ an, verzierten das Pappgehäuse mit bunten Aufklebern und füllten sie mit Schreib- und Schulmaterialien sowie einem Buch über den Schulbeginn. „ Die Aktion ist eine Art vorbeugende Maßnahme gegen unliebsame Überraschungen am ersten Schultag“, teilt die Stadt Krefeld mit. „Denn die Tüten werden an Krefelder i-Dötzchen mit internationaler Familiengeschichte verteilt, die erst seit Kurzem in Deutschland sind und nach den Sommerferien eingeschult werden.“
„Damit kein Kind nach den Sommerferien traurig dasteht, sorgen wir vor“, erklärt Lehrerin Milena Breckheimer, die hälftig an einer Grundschule und im Kommunalen Integrationszentrum arbeitet. Die Schultüten-Aktion der städtischen Abteilung Integration ist seit mehreren Jahren zur wohlgeschätzten Tradition geworden. Diesmal „bestellten“ neun Grundschulen die Tüten, ein paar wurden außerdem zur Sicherheit auf Halde produziert.
Gekoppelt ist die Schultüten-Bastelei an die NRW-Landesprogramme, die sich für eine durchgängige sprachliche Bildung einsetzen. In diesem Rahmen treffen sich Elternbegleiterinnen wöchentlich mit zugewanderten Müttern und Vätern. Diese erhalten Beratungsangebote und Begleitmaterialien, um die Sprachentwicklung ihrer Kinder sowohl im Deutschen als auch in der Herkunftssprache besser fördern zu können.
Bis zum Schulbeginn Anfang September lagern die bunten Schultüten nun im Kommunalen Integrationszentrum und werden schon bald bei einigen neuen i-Dötzchen für Freude am ersten Schultag sorgen.