Zwei Themen überschatteten die Nachrichtenlage in dieser ersten, richtigen (Arbeits-)Woche: Die anhaltenden und inzwischen für weite Teile des Landes eher untypischen Schneefälle (war doch irgendwie auch schön) sowie der flächendeckende Stromausfall im Südwesten Berlins. Dass linke Spinner durch einen Anschlag auf das Stromnetz 40 000 Haushalten über Tage den Saft abdrehen können, hätten wohl nur die wenigsten von uns vermutet. Die Krefelder Liberalen, so betonen sie in einer Pressemitteilung, sorgten sich schon zuvor um die „kritische Infrastruktur in einem Verteidigungsfall“. Auch Krefeld müsse sich auf „mögliche Angriffe“ einstellen, heißt es seitens der FDP. Die Bedrohungen seien vielfältig, urteilen die Freien Demokraten und fordern: „Ein Notfallplan, die Anschaffung von Generatoren und die Einrichtung von Versorgungs-Notstützpunkten in jedem Stadtteil sind das Gebot der Stunde.“ Nun ja, alles kann, nichts muss. Ob unsere Heimatstadt tatsächlich so im Fokus steht wie die Bundeshauptstadt, darf zumindest bezweifelt werden.
Ach, übrigens: Beim Blick auf politische Forderungen und Wünsche darf die Kooperationsvereinbarung zwischen CDU und SPD im Krefelder Stadtrat nicht unerwähnt bleiben. Diese trägt den blumigen Titel „Krefeld im Herzen - Krefeld im Blick“. Innovativ, oder? Doch es sind zahlreiche wichtige Punkte aufgeführt, die unter dem Aspekt des Finanzierungsvorbehalts umgesetzt werden sollen. In diesem Fall dürfen wir uns alle gemeinsam die Daumen drücken, dass möglichst viele Maßnahmen realisiert werden können...