Er, der bis zum März vergangenen Jahres als Chefarzt und ärztlicher Leiter des Helios Klinikum Krefeld tätig war, verstarb am Mittwoch im Alter von 67 Jahren. Gerade einmal fünf Tage ist es her, dass er sich bei mir meldete, um zum Geburtstag zu gratulieren. Diese Nachricht sollte die Letzte sein, die ich von ihm erhielt.
Martin Wazinski war nicht nur Mediziner aus Leidenschaft, sondern auch passionierter Hobbysportler. Ob Rennradfahren, Laufen oder Schwimmen, der Sport war fest in seinen stressigen Tagesablauf integriert. „Wenn ich morgens aus dem Wasser steige, dann fühle ich mich unbesiegbar“, sagte er mir einmal bei einem Spaziergang im September 2014, als wir mit den Pinguinen im schwedischen Skelleftea unterwegs waren. Nach dem Frühstück fragte er mich, ob ich ihn begleiten würde, um „uns mal kurz die Beine zu vertreten“. Knapp vier Stunden und zahlreiche Kilometer später wussten wir mehr voneinander.
Als Martin Wazinski im März 2025 von Weggefährten, Kollegen und Freunden in einer Loge der Yayla-Arena überrascht und als Chefarzt verabschiedet wurde, war die Wiedersehensfreude allseits groß. Anekdoten wurden ausgetauscht. Seine ruhige Art, seine Herzlichkeit und Zuverlässlichkeit waren stets ein zentraler Bestandteil. Richtig weg war Martin Wazinski aber nie. Seine ehrenamltiche Tätigkeit für „seine“ Pinguine, „seinen“ KEV, setzt er fort wie eh und je. Er war nicht nur Ansprechpartner für die Profis, sondern auch deren Familien.
Morgen Abend kommt die Eishockeyfamilie erneut an der Westparkstraße zusammen. Ein Platz bleibt leer, der zwischen den Mannschaftsbänken: der Platz von Martin Wazinski.
Machs gut, lieber Waz.