Parallel wird auch die Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet wirksam. Beides geschieht wie üblich durch die Veröffentlichung der entsprechenden Unterlagen im Amtsblatt der Stadt Krefeld. „Auf der Grundlage dieser Veröffentlichung können die Bauanträge gestellt und die Baugenehmigungen für das Vorhaben erteilt werden“, sagt Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer. „Da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt, bei dem rechtliche und bauliche Voraussetzungen schon vorab gründlich geprüft wurden, sollte die Bearbeitung recht schnell gehen.“
Konkret ist eine entsprechende Ratsvorlage für das zweite Quartal geplant. Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte die 8. Flächennutzungsplanänderung für das Areal am 20. Januar ohne weitere Auflagen genehmigt. Diese Genehmigung ist zusammen mit dem Satzungsbeschluss, den der Krefelder Stadtrat am 3. Juli 2025 mit breiter Mehrheit getroffen hatte, die Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens. „Das ist ein entscheidender Schritt, um den Elfrather See als Areal für Sport, Freizeit und Erholung enorm aufzuwerten und einen überregionalen Anziehungspunkt zu schaffen“, sagt Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön. „Dazu passt, dass parallel auch die Bauarbeiten für die ersten öffentlichen Bewegungsparks im Zuge des Masterplans Elfrather See begonnen haben.“
Seitens des Investors, der Westsurf GmbH und Co. KG mit Geschäftsführer Simon Tal Doyev und Projektleiter Andreas Niedergesäss, sind nun zeitnah die nächsten Schritte zur Umsetzung geplant. Die Bauanträge sind weitgehend vorbereitet, die Bauarbeiten sollen nach entsprechenden Genehmigungen so schnell wie möglich beginnen. „Die Eigentümer und Investoren nehmen diesen Schritt mit großer Freude zur Kenntnis“, sagt Andreas Niedergesäss. „In den vergangenen sechs Jahren haben wir bereits einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in die Vorbereitungen investiert. Deshalb freuen wir uns nun auf den Start und sind zuversichtlich, dass die ersten Krefelder Wellen noch 2028 zu bestaunen sind.“
Für das Projekt ist nach Angaben der Westsurf GmbH und Co. KG, die ihren Sitz in Krefeld hat, ein Investitionsvolumen von mehr als 45 Millionen Euro vorgesehen.
Zwei Drittel sind privates Eigenkapital. Unter der Führung der Sparkasse Krefeld wird dem Unternehmen darüber hinaus ein Kredit in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Unter der Auflage weiterer privater Bürgschaften in gleicher Höhe hat auch das NRW-Finanzministerium grünes Licht für eine entsprechende Landesbürgschaft gegeben.
Der privat betriebene Surfpark mit Wavegarden-Technologie soll am Elfrather See entstehen, wo traditionell zahlreiche Wassersportarten beheimatet sind. Insgesamt stehen für den Surfpark und einen benachbarten Campingplatz gut neun Hektar Fläche zur Verfügung.
Die Gesamtfläche des Elfrather Sees umfasst 138 Hektar, damit bleiben fast 130 Hektar in öffentlicher Nutzung. Im Dezember 2019 hatten die Stadt Krefeld und der Projektentwickler Elakari eine Absichtserklärung (Letter of Intent) für das Projekt unterzeichnet. Anfang Februar 2020 hatte der Stadtrat den einleitenden Beschluss für die erforderlichen Bauleitplanverfahren gefasst.
Neben der Surfanlage und dem Campingplatz soll es auf dem Areal ein Restaurant mit Blick auf die Surflagune sowie Angebote für Beachvolleyball und Beach-Soccer, eine Skaterbahn, einen Kletterpark sowie Wellnessangebote geben. Im Zuge des Masterplans Elfrather See wird zudem die Sport- und Freizeitfunktion des gesamten Areals in den kommenden Jahren gestärkt und ausgebaut. Geplant sind unter anderem die Reaktivierung des Badesees, frei verfügbare Bewegungsparks rund um den See und andere naturnahe Nutzungen.