Krefeld Verirrte Teenager bei Minusgraden gerettet

Krefeld · Zwei Teenager wählten am Samstagabend den Notruf 112: Die beiden Mädchen hatten sich in einem Waldstück bei Krefeld verlaufen und waren nach Einbruch der Dunkelheit und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vollkommen orientierungslos.

Foto: Polizei / Jochen Tack

Weil die beiden keine Angaben zu prägnanten Orten, Waldwegen oder Straßen machen konnten und die Handys wegen des schlechten Empfangs nicht geortet werden konnten, missglückten sämtliche technischen Ortungsmöglichkeiten, wie die Feuerwehr Krefeld mitteilt. Daher alarmierte die Leitstelle umgehend Einheiten von Feuerwehr und Rettungsdienst zum vermuteten Aufenthaltsort.

Leider hatte das Smartphone der beiden Jugendlichen keinen Internetempfang, und auch die Telefonverbindung lieferte keine ausreichende Gesprächsqualität: „So gestaltete sich die Suche nach den beiden Mädchen in dem weitläufigen Gebiet durchaus anspruchsvoll“, berichtet die Feuerwehr. Erschwerend sei hinzu gekommen, dass die Akkukapazität des Smartphones fast aufgebraucht war und somit ein gewisser Zeitdruck herrschte.

Dem Leitstellendisponenten gelang es schließlich, die Anruferin anzuleiten, über die Kompass-App des Smartphones (ohne Internetverbindung nutzbar), die GPS-Daten abzurufen. Diese Maßnahme führte letztlich zum Erfolg. Die GPS-Koordinaten wurden dem Einsatzleiter vor Ort übermittelt und die beiden Teenager konnten eine halbe Stunde nach dem Eingang des Notrufes im Bereich des Inrather Bergs aufgefunden werden. Nachdem die beiden 13- und 14-jährigen Mädchen durch den städtischen Rettungsdienst untersucht wurden, konnten sie unverletzt an ihre Erziehungsberechtigten übergeben werden. Nach einer guten Stunde konnten die 18 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Hüls sowie des städtischen Rettungsdienstes an ihre Standorte zurückkehren.