Schultergelenksfrakturen bzw. Oberarmkopffrakturen zählen zu den häufigsten Frakturformen, die in der Unfallchirurgie vorgestellt werden, meist verursacht durch direkte Stürze auf die Schulter oder auf den ausgestreckten Arm. Typische Szenarien sind Fahrrad-, Ski- und Reitunfälle, Stürze auf Glatteis sowie aufgrund von Schwindel oder Gangunsicherheit. Bei älteren Personen mit verringerter Knochendichte können Bagatelltraumata zudem schnell zu komplexen Oberarmkopfbrüchen führen. Ob eine konservative Therapie ausreichend oder eine operative Versorgung erforderlich ist und in welcher Form, hängt stets von der Art der Fraktur, der Knochenqualität und dem Lebensalter des Patienten ab. Um das möglichst beste funktionelle Ergebnis für einen Patienten zu erzielen, bedarf es daher einer fachgerechten Einschätzung und Abwägung der jeweiligen Konstellation in Kombination mit einer guten Aufklärung des Patienten.
In einem Vortrag am 11. Februar um 15 Uhr im Nettetaler Krankenhaus informiert Dr. med. Ali Akbayir, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie, über die unterschiedlichen Therapiekonzepte zur Behandlung einer Schulterfraktur. Der Vortrag findet in den Seminarräumen im Untergeschoss des Krankenhauses statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.