GRÜNE WILLICH beraten über Haushalt 2026 Haushaltsausgleich bis 2032

Stadt Willich · Kürzlich fand die Haushaltstagung der Grünen in Willich statt.

Christian Winterbach, Fraktionsvorsitzender der Willicher GRÜNEN

Foto: Grüne Willich

Bürgermeister Christian Pakusch und Kämmerer Dr. Raimund Berg folgten der Einladung der Grünen und erläuterten in einem gemeinsamen Vortrag die Strategie der Verwaltung zur Eindämmung des aktuell sehr großen Haushaltsdefizits. Zielsetzung ist eine Reduzierung des Defizits für das Haushaltsjahr 2026 auf ca. 18 Millionen Euro und einen langfristigen Haushaltsausgleich bis zum Jahr 2032.

Die Grünen unterstützen dabei grundsätzlich das Ziel von Bürgermeister und Kämmerer, über einen geordneten Personalabbau durch Nutzung der demographischen Situation, die Straffung der internen Abläufe, Prüfung von Aufgaben und Standards sowie Effizienzsteigerungen infolge der Digitalisierung Kosten mittel- und langfristig einzusparen.

Beim Rückbau ist aus Sicht der Grünen dabei mit Augenmaß vorzugehen. So ist z.B. auch bei der städtischen Erziehungsberatung der effiziente Einsatz von Personal zu prüfen und auch zu optimieren. „Ein vollkommener Kahlschlag ist aus unserer Sicht aber wegen der sozialen Folgen und drohenden mittel- und langfristigen Mehrkosten an anderer Stelle unbedingt zu vermeiden“, betont Ratsfrau Dr. Sabrina Keil.

Auch die Kosten von Investitionsprojekten sollen, unterstützt von einer von den Grünen initiierten und inzwischen vom Rat verbindlich beschlossenen externen Projektsteuerung, zukünftig in den freigegebenen Budgets bleiben und den tatsächlich erforderlichen und möglichen Gesamtumfang beachten. „Dennoch müssen Investitionen in Klimaschutz und -resilienz, insbesondere auch durch den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort, möglich bleiben. Dabei kommt es darauf an, die für die Stadt maximal wirtschaftlichen Konzepte umzusetzen um über erhebliche Energieeinsparungen den Haushalt dauerhaft zu entlasten“, äußert sich der Fraktionsvorsitzende Christian Winterbach. Diese Zielsetzung verfolgte schon der Haushaltsantrag der Grünen zum Aufbau zahlreicher Solaranlagen auf den Dächern öffentlicher Gebäude aus dem Jahr 2021. „Leider wurde davon bisher noch viel zu wenig umgesetzt,“ bedauert Paul Muschiol, unter anderem Ausschussvorsitzender im Umweltausschuss.