Die Fraktion FÜR WILLICH im Willicher Stadtrat spricht sich nach ihrer Klausurtagung für eine Verschiebung des Beschlusses über den Haushalt 2026 in den April aus und begrüßt die aktuelle Entscheidung der Verschiebung.
Fraktionsvorsitzender Detlef Nicola kritisiert fehlende Zahlen: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen sehr viele notwendige Informationen über Einnahmen, zu möglichen Defiziten etc. noch nicht vor. Eine seriöse Beschlussfassung über den Haushalt 2026 ist für uns daher frühestens im April möglich.”
Die bisher vom Kämmerer vorgelegten Zahlen über die zu erwartenden Einnahmen seien zu unkonkret und ließen eine vernünftige Sachdiskussion kaum zu. Und bei den Ausgaben vermisst die Wählergemeinschaft klare Sparziele. Hier zeige sich innerhalb der Stadtverwaltung erneut, dass offensichtlich der Wille zum Sparen sehr begrenzt ist. Nicola: „Wir haben in unzähligen Sitzungen der sogenannten ‚Strukturkommission‘ immer wieder gefordert, dass die Verwaltung Listen mit Sparmöglichkeiten vorlegen soll, damit die Politik entscheiden kann, was davon im Interesse der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden kann. Leider kommt die Verwaltung dieser Forderung kaum nach!” Bei einem Haushaltsloch von rund 30 Millionen Euro und gleichzeitig fehlenden Einsparvorschlägen sei eine Beratung derzeit kaum möglich.
Um die Stadt Willich in den nächsten Jahren handlungsfähig zu halten und den Haushalt tatsächlich von Grund auf sanieren zu können, strebt die Fraktion FÜR WILLICH ein Haushaltssicherungskonzept an. Nur so seien alle Bereiche der Verwaltung, aber auch der Politik, zum konsequenten Sparen gezwungen.