Lesertelefon mit Experten am Mittwoch Hilfe nach dem Schlaganfall

Am kommenden Freitag, 10. Mai, ist der Tag gegen den Schlaganfall. Rund 1,8 Millionen Menschen leben in Deutschland mit den Folgen eines Schlaganfalls – und jährlich kommen mehr als 270.000 Schlaganfall-Patienten hinzu. Für Extra-Tipp-Leser gibt es wieder das Leser-Telefon mit Experten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

 Rund 1,8 Millionen Menschen leben in Deutschland mit den Folgen eines Schlaganfalls.

Rund 1,8 Millionen Menschen leben in Deutschland mit den Folgen eines Schlaganfalls.

Foto: geralt

Ein Schlaganfall ist bei Erwachsenen die häufigste Ursache für Behinderungen: Rund 60 Prozent der Betroffenen sind ein Jahr danach auf Therapie, Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. Besonders häufig sind Menschen nach einem Schlaganfall von Bewegungsstörungen betroffen: Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten leiden unter Lähmungen oder Verkrampfungen – medizinisch Spastiken genannt. Diese Folgen stellen besondere Anforderungen an die Nachsorge: Zum einen ist eine schnelle, intensive und spezialisierte Rehabilitation unmittelbar nach dem Schlaganfall wichtig, zum anderen das Ausschöpfen aller Behandlungsmöglichkeiten auch lange nach dem Schlaganfall.

Wer in Deutschland einen Schlaganfall erleidet, kann sich auf eine hervorragende Erstversorgung verlassen. Bis heute haben die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft 348 Schlaganfall-Spezialstationen, sogenannte Stroke Units, zertifiziert. Die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu überleben, hat sich in den vergangenen 30 Jahren in etwa verdoppelt. Entsprechend gestiegen sind die Anforderungen an die Nachsorge – und hier besteht nach Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe Nachholbedarf.

Unmittelbar nach einem Schlaganfall ist die Fähigkeit des Gehirns noch groß, neue Verbindungen zu schaffen und die durch den Schlaganfall zerstörten Strukturen zu ersetzen. Verloren gegangene Fähigkeiten wie das Gehen oder Greifen lassen sich im ersten halben Jahr besonders gut neu erlernen. Voraussetzung dafür ist eine schnelle, intensive und spezialisierte Rehabilitation.

Neben Lähmungen zählen Spastiken zu den häufigsten körperlichen Folgen eines Schlaganfalls. Die unwillkürlichen Muskelverkrampfungen an Armen und Beinen treten meist erst einige Zeit nach dem Schlaganfall auf und können die Mobilität und Selbstversorgung erheblich beeinträchtigen. Für die Betroffenen stellen Spastiken eine zusätzliche große Belastung dar und können sich verschlimmern, wenn sie nicht schnell und ausreichend therapiert werden.

Wann sollte eine Rehabilitation nach einem Schlaganfall beginnen? Was zeichnet eine spezialisierte neurologische Reha aus? Wie komme ich an einen Platz in einer solchen Reha-Einrichtung? Wie stelle ich sicher, dass Spastiken wirksam behandelt werden? Mein Schlaganfall liegt Jahre zurück – welche Therapieangebote stehen mir noch zur Verfügung? Wie finde ich eine Einrichtung für eine Intensivtherapie – und wer übernimmt die Kosten? Wo kann ich mich über Therapiemöglichkeiten und Hilfsmittel informieren und wer unterstützt bei der Antragstellung? Alle Fragen rund um die Behandlung von Bewegungsstörungen beantworten die Expertinnen und Experten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in der Sprechzeit.

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