Dieses Thema hat die Willicher fast 70 Jahre lang bewegt „...die Diskussion um den Kreisverkehr gab es schon als 1989 mit meinen Eltern nach Willich gezogen bin“, erinnert sich Bürgermeister Christian Pakusch bei der „offiziellen Eröffnung“ des Kreisverkehrs Korschenbroicher Straße/Ecke Willicher Straße am Montagmittag dieser Woche.
Gut Ding will bekanntlich Weile haben - hier hat es zwar Jahrzehnte gedauert, bis das Thema endlich angegangen wurde, dafür dauerte die Bauzeit nur knapp eineinhalb Jahre. „Wir sind schneller als geplant fertig geworden - fast ein halbes Jahr“, sagt der Erste und Technische Beigeordnete Gregor Nachtwey, der neben dem Bürgermeister zusammen mit Geschäftsbereichsleiterin Natascha Gribkowski (Bereich Landschaft und Straßen), die Eröffnung begleitete. Auch was die Kosten für den Bau betrifft sei man absolut im Rahmen geblieben. Rund fünf Millionen Euro wurden komplett veranschlagt investiert – inklusive Kanalbau und Beleuchtung. Neben den unterschiedlichen Gewerken wie Straßenbau Rubensweg und Willicher Straße, Anbindung an die KiTa, Radwegbeleuchtung war der eigentliche Kreisverkehr mit circa 2,3 Millionen Euro der Hauptkostenfaktor.
Was am großen und neuen Kreisverkehr auffällt: Eine Straße führt direkt durch den Kreisverkehr - was schon während der Bauphase viele Bürger verwunderte. „Da gab es die wildesten Spekulationen und auch viele spöttische Bemerkungen - vor allem in den sozialen Netzwerken“, erinnert sich der Bürgermeister.
Dabei hat die Straße im Kreisverkehr einen ganz klaren Zweck: „Sie dient einzig alleine dazu, angemeldete Schwerlasttransporte durchzulassen, die so einen Kreisverkehr nicht umfahren können“, erklärt der Technische Geschäftsführer Raoul Duwenkamp von der für den Bau verantwortlichen Firma Wurzelbau, der zusammen mit Bauleiter Peter Kappertz und Projektleiter Hüseyin Cakit (beide Firma Wurzelbau) ebenfalls vor Ort war. Noch sperren Bauzäune die Straße im Kreisverkehr, zukünftig werden hier nicht nur Poller aufgestellt. Die Achse für die Durchfahrt der Schwertransporte wird an jeder Seite durch jeweils zwei Stück Verkehrszeichen 600 (Absperrbarken) mit einer Größe von 250 x 1600 mm gegen die Durchfahrt des alltäglichen Verkehrs gesichert. Sollte ein Schwertransport angemeldet werden können die Absperrungen entsprechend einfach entfernt und nach Durchfahrt wieder platziert werden können.
Was jetzt noch fehlt, ist die abschließende Beschilderung. Die Abschlussarbeiten sollen in vier bis sechs Wochen erledigt sein.
Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass mir dieser großen Ausbau-Lösung (die Erschließung eines angrenzenden Neubaugebiets nördlich der Kindertagesstätte „Gartenland“ wurde mitgedacht und planerisch angelegt) eine jahrzehntelange Diskussion um die dortige Verkehrssituation samt des Themas „Nordumgehung Schiefbahn“ nun endlich zu den Akten gelegt werden könne.
„Jetzt muss er nur noch schön werden“, so der Bürgermeister und blickt auf die Begrünung des Kreisverkehrs. Die Bepflanzung wird zukünftig wieder seitens privater Unternehmen erfolgen, die dann auf dem Areal und mit dessen Gestaltung für sich werben können „...Interessenten gibt es dafür genügend“, versichert der Bürgermeister.