Wie funktioniert autonomes Fahren? Wie kann man es programmieren und verbessern? Diesen Fragen wollten die drei Freunde auf den Grund gehen. Im Forscherlabor der KMW-Stiftung in Korschenbroich fanden die drei Willicher die richtigen Rahmenbedingungen, um an ihrem Projekt „autonomfahrendes Auto“ zu arbeiten.
„Bereits in der Schule haben sich alle drei für Informatik begeistert“, erzählt Mutter Katrin Stauff, die zusammen mit ihrem Mann Marc die drei Teenager zur „World Robot Olympiad“ nach Singapur begleitet hat. Ihre Neugier und Wissensdurst konnten sie dann im Forscherlabor ausleben und vertiefen und an der Entwicklung eigener kleiner robotik- gesteuerter Projekte arbeiten.
Für die Teilnahme an der „World Robot Olympiad“ galt es für die drei Willicher Teens ein kleines autonomfahrendes Auto zu bauen, das auf einer 3x3 Meter großen Fläche nicht nur selbstständig fährt, sondern auch Hindernisse erkennt und ausweichen kann. Also haben sich die drei an die Arbeit gemacht und über mehrere Monate hinweg ein autonom fahrendes Auto gebaut und programmiert, das einen zufällig zusammengestellten Parcours absolvieren kann.
Als Basis für ihr „Auto“ haben die drei technikbegeisterten Teens ein ferngesteuertes Spielzeugauto genutzt. Dabei war auch die Aufgabenverteilung klar definiert: Leonard hat sich um die Mechanik und die Hardware gekümmert, Nils war fürs Programmieren zuständig und Olivia hat die Arbeiten dokumentiert.
Gemeinsam wurde das Spielzeugauto also komplett umgebaut - und das sehr erfolgreich: Zunächst konnte man beim Regionalentscheid in Nordhorn gewinnen und sich anschließend im Deutschlandfinale in Dortmund durchsetzen.
Nachdem der Regionalentscheid und auch das Deutschlandfinale für die robotertechnik begeisterten Willicher Jugendlichen gewonnen war, sind sie mit der deutschen Delegation nach Singapur gereist. Begleitet wurden sie dabei von Katrin und Marc Stauff. „Knapp ein Jahr hat es gedauert, bis sie in Singapur antreten konnten“, erinnert sich Katrin Stauff. Bereits im Januar 2025 haben die Willicher Teens mit der Idee zum Projekt angefangen.
Entsprechend groß war die Spannung dann in Singapur. In der Kategorie „Future Engineers“ sollten die Willicher nun zeigen, was ihr selbstgebautes autonomes Mini-Auto drauf hat. In der ersten Prüfung ging es darum, das Auto der Jury zu präsentieren. Hier spielte vor allem die Dokumentation der Arbeiten eine große Rolle. In der zweiten Prüfung sollte dann das Mini-Auto den 3x3-Meter großen Parcours erkennen und ohne Probleme befahren.
In der dritten und letzten Prüfung wurden Hindernisse in den Parcours integriert in Form roter und grüner Klötze. „Hier sollte das Auto bei roten Klötzchen rechts vorbei, bei linken Klötzchen links vorbei“, erzählt Katrin Stauff weiter. Am Ende konnten sich die Willicher unter 65 Teams aus 50 Ländern in ihrer Kategorie „Future Engineers“ mit dem 7. Platz erfolgreich durchsetzen.