„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ steht in diesem Jahr als Leitwort über der 68. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger von Tür zu Tür ziehen. Beispielland der Aktion rund um den Jahreswechsel ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt. Und traditionell bekam am heutigen Montag Bürgermeister Christian Pakusch Besuch von Sternsinger-Delegationen aus Willich, Schiefbahn und Anrath im Schloss Neersen. Ebenfalls zum traditionellen Besuch der Sternsinger waren Beigeordnete Dr. Sarah Bünstorf und einige Geschäftsbereichsleiter der Verwaltung gekommen – alle erfreuten sich an den schön gewandeten „Königinnen und Königen“ und dem vorgetragenen Lied.
Das Dreikönigssingen ermutigt die Sternsinger und ihre Begleitenden in diesem Jahr, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechte Welt zu gestalten. Jüngste Erhebungen zeigen, wie wichtig dieses Engagement ist. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.
Durch den Einsatz der Sternsinger in Deutschland werden Kinder in aller Welt gefördert. Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, deren Rechte missachtet werden oder die ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in rund 90 Ländern der Welt werden in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion Dreikönigssingen unterstützt werden.
Was auch Bürgermeister Christian Pakusch freute, der natürlich spendete, Kindern wie Betreuern für ihren Einsatz dankte – und sich auch wieder die ebenfalls traditionelle Inschrift „C+M+B“ (für den lateinischen Segenswunsch „Christus Mansionem Benedicat“, „Christus segne dieses Haus“) an seinem Büro anbringen ließ.