Nicht alltäglicher Besuch im Schloss Neersen Seltener Besuch aus Tarrafal/Kap Verde

Stadt Willich · Bürgermeister Christian Pakusch empfing Besuch aus Tarrafal im Nordwesten der Insel Santiago der Republik Kap Verde.

Seltener Besuch aus Kap Verde: Bürgermeister Christian Pakusch empfing seinen "quasi Amtskollegen" Samora Moreira, Leiter der Verwaltung der Stadt Tarrafal im Nordwesten der Insel Santiago der Republik Kap Verde. Vermittel wurde der Busch durch die Willicherin Vanessa Heitling. Foto: Stadt Willich

Foto: Stadt Willich

Nicht alltäglichen Besuch von den Kapverden empfing in dieser Woche Willichs Bürgermeister Christian Pakusch: Samora Moreira, Leiter der Verwaltung der 18 000 Einwohner-Stadt Tarrafal im Nordwesten der Insel Santiago der Republik Kap Verde – und somit quasi ein „Kollege“ - schaute im Schloss Neersen vorbei.

Vermittelt wurde der Besuch von einer Willicherin: Die gerne und viel reisende Vanessa Heitling reiste im letzten Winter nach Tarrafal – und blieb ob der Schönheit der Insel dort länger als geplant. Inzwischen lebt sie dort zeitweise und brachte jetzt auf einen Heimatbesuch ihren Partner Samora Moreira mit nach Willich. Da lag die Idee nahe, dem Willicher Bürgermeister Christian Pakusch einen Kurzbesuch abzustatten.

Moreira (er machte gleich klar, dass er quasi privat unterwegs und ohne offizielles politisches Mandat gekommen sei) stellte seine Stadt und ihre aktuell prosperierende Entwicklung vor; dabei setzt man (der Ort ist vor allem für seine wunderschönen Palmenstrände beliebt) bewusst auf einen behutsamen Ausbau eines Tourismus, der zum einen nicht auf All-Inklusive-Burgen setzt, sondern einen Tourismus im Einklang mit der Natur, von dem nicht nur Investoren, sondern auch die Bevölkerung wirtschaftlich profitieren sollen.

Historisch bekannt wurde der Ort durch ein Konzentrationslager, das Campo do Tarrafal, in dem das portugiesische Salazar-Regime (1926–1974) politische Gegner internierte; das Areal ist heute als Gedenkstätte zu besichtigen.

Bürgermeister Christian Pakusch (er besuchte vor 18 Jahren schon einmal die Inselgruppe) dankt den beiden für den interessanten Austausch; gerne werde man in Kontakt bleiben und die Entwicklung Tarrafals mit Interesse verfolgen.