MÜCKEN- UND ZECKENSTICHE IN DER HOCHSAISON: Effektiver Schutz vor Stichen

Tipps gegen Mücken und Zecken in der Hochsaison: Die besten Schutzmaßnahmen und Insektenschutzmittel auf einen Blick. Hier weiterlesen.

Sobald die Temperaturen steigen, beginnt auch die Hochsaison für Mücken und Zecken. Wer in der warmen Jahreszeit viel Zeit draußen verbringt – ob beim Wandern, Campen oder einfach im eigenen Garten – sollte sich frühzeitig Gedanken über einen wirksamen Schutz machen. Denn Insektenstiche sind nicht nur lästig, sie können im schlimmsten Fall auch ernsthafte Erkrankungen übertragen.

Mücken und Zecken: Wann und wo lauert die Gefahr?

Mücken sind vor allem in der Dämmerung und in der Nähe von stehenden Gewässern aktiv. Zecken hingegen lauern in hohem Gras, Unterholz und Gebüschen – die sogenannte Zeckensaison beginnt bereits ab Temperaturen von rund zehn Grad Celsius und zieht sich bis in den Herbst hinein. Besonders in ländlichen Regionen und in Wäldern ist die Gefahr erhöht – ein zuverlässiger Schutz vor Mücken- und Zeckenstichen ist daher unumgänglich.

Was hilft gegen Mücken und gegen Zecken?

Beim Thema Insektenschutz setzen viele Menschen auf Kleidung als erste Barriere: Lange Hosen, geschlossene Schuhe und langärmlige Hemden reduzieren die exponierte Hautfläche deutlich. Doch allein damit lässt sich ein zuverlässiger Schutz vor Mücken- und Zeckenstichen nicht immer gewährleisten – besonders dann nicht, wenn man sich längere Zeit im Freien aufhält oder in Regionen unterwegs ist, in denen Insekten besonders häufig vorkommen.

Folgende Maßnahmen haben sich im Alltag bewährt, um Mücken und Zecken wirkungsvoll fernzuhalten:

  • Repellentien großflächig auftragen: Insektenschutzmittel auf DEET- oder Icaridin-Basis schützen zuverlässig vor Mücken und Zecken. Dabei darauf achten, alle unbedeckten Hautstellen zu behandeln – auch Hals, Ohren und Füße.
  • Regelmäßig auftragen: Nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder nach mehreren Stunden sollte das Mittel erneut aufgetragen werden, da die Schutzwirkung nachlässt.
  • Mückennetze und Fliegengitter nutzen: Wer in der Nacht das Fenster offen lässt, sollte auf Insektenschutzgitter setzen. Beim Camping ist ein feinmaschiges Moskitonetz unverzichtbar.
  • Stehende Gewässer in der Nähe des Hauses vermeiden oder beseitigen: Mücken legen ihre Eier bevorzugt in stehendem Wasser ab – auch in Regentonnen, Vogeltränken oder Pflanzenuntersetzern. Diese regelmäßig leeren und reinigen.
  • Beim Grillen und in der Dämmerung besonders aufpassen: Mücken sind rund um Dämmerung und Einbruch der Dunkelheit am aktivsten. Wer dann draußen sitzt, sollte auf jeden Fall zum Mückenschutz greifen.
  • Zeckenschutz beim Wandern im Wald: Wege möglichst in der Mitte nutzen und Kontakt mit hohem Gras und Unterholz vermeiden, da Zecken dort auf Wirtstiere warten.

Nach dem Aufenthalt im Freien: Kontrolle ist Pflicht

Auch das beste Insektenschutzmittel ersetzt nicht die gründliche Kontrolle nach einem Aufenthalt in der Natur. Tipp: Direkt nach der Rückkehr nach Hause duschen. Das Wasser und die mechanische Reibung beim Abwaschen können Zecken entfernen, die noch nicht gestochen haben und sich auf der Haut befinden – denn Zecken suchen oft noch einige Zeit nach einer geeigneten Einstichstelle.

Anschließend sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Zecken bevorzugen bestimmte Körperstellen, an denen die Haut besonders dünn und warm ist:

  • Kniekehlen
  • Achselhöhlen
  • Leistengegend
  • Bauchnabel
  • Haaransatz und Kopfhaut
  • hinter den Ohren
  • bei Kindern gern auch am Hals und Nacken

Auch die Kleidung sollte kontrolliert – oder idealerweise direkt bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, um eventuell vorhandene Zecken abzutöten. Wird eine fest gestochene Zecke auf der Haut gefunden, sollte sie so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder -karte entfernt werden: dabei die Zecke möglichst hautnah fassen, gerade herausziehen und nicht drehen oder quetschen. Die Bissstelle danach desinfizieren und in den folgenden Wochen im Blick behalten.

Krankheitsrisiken nicht unterschätzen

Zeckenstiche können gefährliche Krankheiten übertragen. Besonders bekannt ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine durch Viren ausgelöste Hirnhautentzündung, gegen die es eine wirksame Impfung gibt. Wer in einem FSME-Risikogebiet lebt oder dort Urlaub macht, sollte den Impfschutz mit dem Hausarzt besprechen.

Eine weitere Erkrankung ist Borreliose, die durch Bakterien der Gattung Borrelia verursacht wird, die Zecken in sich tragen können. Borreliose ist in ganz Deutschland verbreitet – im Gegensatz zu FSME gibt es hierfür keine Schutzimpfung, weshalb Vorbeugung und frühzeitige Erkennung besonders wichtig sind.

Ein bekanntes erstes Anzeichen einer Borreliose ist die sogenannte Wanderröte: eine runde, sich langsam ausbreitende Rötung um die Einstichstelle der Zecke. Sie tritt laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in etwa 90 % der symptomatischen Fälle auf.

Allerdings gilt: Die meisten Borreliose-Infektionen verlaufen unbemerkt.

Auch ohne Rötung können in den Wochen nach einem Zeckenstich folgende Beschwerden auf eine Infektion hinweisen:

  • Müdigkeit
  • Gliederschmerzen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen

Wird eine Borreliose nicht frühzeitig behandelt, kann sie in späteren Stadien Gelenke, das Nervensystem und das Herz betreffen.

Wer nach einem Zeckenstich – mit oder ohne Rötung – ungewöhnliche Beschwerden bemerkt, sollte daher nicht abwarten, sondern zeitnah ärztlichen Rat suchen. Eine Borreliose lässt sich in frühen Stadien gut mit Antibiotika behandeln; je später die Diagnose, desto aufwendiger die Therapie.

Zecken- und Mückenschutz: Gut vorbereitet in die Saison starten

Mückenschutz und Zeckenschutz müssen kein Aufwand sein – mit der richtigen Vorbereitung lässt sich das Risiko deutlich senken. Wer rechtzeitig auf geeignete Kleidung, wirksame Insektenschutzmittel und konsequente Körperkontrolle nach dem Aufenthalt im Freien setzt, kann die warmen Monate entspannt genießen – ohne unnötigen Stich.