Zwei Messerträger, neun Strafanzeigen, eine sexuelle Belästigung Polizei-Bilanz nach der Kirmes

Rheydt · Am Montag, 11. Mai, ist die viertägige Frühkirmes in Rheydt zu Ende gegangen. Das erprobte Einsatzkonzept hat sich aus Sicht der Polizei Mönchengladbach bewährt. Hier ihre Bilanz.

Auf der Kirmes in Rheydt war was los – die Polizei Mönchengladbach zieht Bilanz.

Foto: Archiv/Markus Rick

Die Polizei Mönchengladbach war an allen vier Kirmestagen mit zahlreichen Einsatzkräften bei der gut besuchten Veranstaltung präsent. Zwei mobile Videobeobachtungsanlagen an der Straße Gracht kamen zum Einsatz. Außerdem war die mobile Wache an der Kreuzung Gracht/Limitenstraße Anlaufpunkt für die Kirmesgäste. Neben den Einsatzkräften der Polizeiwachen, des Bezirksdienstes und der Bereitschaftspolizeihundertschaft waren auch Teams des Kommunalen Ordnungs- und Servicedienstes der Stadt Mönchengladbach vor Ort, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Vor dem Start der Kirmes hatte die Polizei anlassbezogene Personenkontrollen angekündigt, mit Fokus auf Messerkriminalität. Diese Ankündigung zeigte offensichtlich Wirkung: nur zwei der 387 kontrollierten Personen trugen ein Messer bei sich und bekamen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Ein Taschenmesser wurde sichergestellt. Einen weiteren Verstoß gegen das Waffengesetz beging ein Kirmesbesucher, der einen Schlagstock bei sich hatte, auch dieser wurde durch Einsatzkräfte sichergestellt.

Insgesamt gab es neun Strafanzeigen, u.a. wegen einer gefährlichen Körperverletzung, einer wechselseitigen Körperverletzung und Beleidigung, drei Handtaschendiebstählen und einer sexuellen Belästigung. Dabei belästigte ein 18-Jähriger, der in Begleitung seines 22-jährigen Bruders auf der Kirmes war, eine 40-jährige Frau. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihrem 18-jährigen Sohn und dem 18-jährigen Beschuldigten und seinem Bruder. Der 22-Jährige leistete zudem Widerstand gegen die hinzugekommene Polizei, durch die eine Polizeibeamtin leicht verletzt wurde, so dass sie den Dienst nicht mehr fortsetzen konnte. Gegen den 22-Jährigen lag zudem ein offener Haftbefehl vor. Einsatzkräfte brachten ihn in Polizeigewahrsam. Auch der 18-jährige Beschuldigte der sexuellen Belästigung verhielt sich aggressiv und wurde zur Gemütsberuhigung in Polizeigewahrsam gebracht. Gegen beide Männer wurden weitere polizeiliche Maßnahmen, u.a. die Entnahme von Blutproben, veranlasst.

Die Polizei erteilte an den vier Kirmestagen zudem 26 Platzverweise.

Vier auf der Kirmes verloren gegangene Kinder konnten wieder mit ihren Eltern zusammengeführt werden.

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