Familienpatinnen und -paten dringend gesucht „Unbezahlbares Geschenk“

Mönchengladbach · Marianne Schulze (68) arbeitet seit 2016 als Familienpatin beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Mönchengladbach. Im Interview erzählt sie von ihrem Ehrenamt.

 Marianne Schulze, ehrenamtliche Familienpatin beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Mönchengladbach

Marianne Schulze, ehrenamtliche Familienpatin beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Mönchengladbach

Foto: SkF MG

Wie sind Sie auf die Familienpatenschaften aufmerksam geworden und was hat Sie damals angesprochen?

2016 sah ich einen Artikel und habe mich beim SkF gemeldet. Am Anfang hatte ich natürlich noch keine richtige Vorstellung, wie das denn ist, eine Familie zu begleiten.

Wie müssen wir uns Ihren Einsatz in der Familie konkret vorstellen?

Sehr vielseitig! In der ersten Familie habe ich das Mädchen von der Kita oder der Musikschule abgeholt, wir waren immer viel draußen oder im Tierpark. Später habe ich sie auch mal zu mir nach Hause geholt und wir haben Waffeln gebacken. Den Vater habe ich auch bei Behördenangelegenheiten unterstützt. Den Kontakt haben wir bis heute beibehalten. Über die Zeit hat sich Vertrauen aufgebaut. Danach habe ich eine Familie mit drei Kindern begleitet, die beiden jüngsten sind Zwillinge und waren acht Monate alt, als ich sie kennenlernte.

Wie werden Sie vom SkF begleitet?

Das ist super! Ich fühle mich gut aufgehoben. Man wird ausführlich über die Familie informiert und man schaut, ob man gut miteinander harmoniert. Wir treffen uns regelmäßig und es gibt Schulungen. Rundum ein sehr gutes Paket. Gerade in der Pandemie wurden wir immer wieder angeschrieben oder wir haben telefoniert. Auch wie es uns persönlich ging, das blieb nie auf der Strecke.

Was gibt Ihnen das Ehrenamt?

Die Vielfalt, und dass man sich auf Neues einlassen kann. Das Vertrauen der Kinder und der Dank der Eltern, das ist ein unbezahlbares Geschenk. Ich bin ein emotionaler Mensch und habe viel Glück gehabt in meinem Leben und nun gebe ich anderen etwas davon mit. Ich wollte nicht nur zuhause sein, sondern etwas tun, was auch mich zufrieden stellt.

Was sollte ein*e potentielle*r neue*r Familienpat*in wissen?

Es ist gut, wenn man offen für alles ist und bereit, sich auf Neues einzulassen. Wenn man Freude an Menschen hat und sie unterstützen möchte. Auch ist es gut, wenn man keine Erwartungen hat, denn das Vertrauen und die fröhlichen Blicke der Kinder, das bekommt man geschenkt.

Familienpaten*innen unterstützen Familien mit kleinen Kindern von der Geburt bis sechs Jahre, zwei bis drei Stunden wöchentlich. Das Angebot findet in Kooperation mit der Fachstelle Frühe Hilfen der Stadt Mönchengladbach statt.

Wer sich für das Ehrenamt als Familienpate*in interessiert, kann sich bei Sonja Schofenberg und Antje Rometsch (SkF Mönchengladbach, Kirchplatz 5, 02161/684 76 21, 0163/433 81 15, familienpaten@skf-mg.de, melden.

Nähere Informationen zur Familienpatenschaft auch unter:
http://skf-mg.de