Mehr als 48 000 Fußballfans erlebten gestern den Saisonauftakt bei Borussia mit dem Start eines neuen Kapitels in der Vereinsgeschichte. Beim internationalen Testspiel gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa trug der ista-Borussia-Park als Ausdruck der neuen Partnerschaft erstmals offiziell seinen neuen Namen. „Das ist eine richtig gute respektvolle Partnerschaft“, so Borussia-Geschäftsführer Dr. Stefan Stegemann in einem Pressegespräch vorab am vergangenen Freitag. Schon allein die Tatsache, dass der Stadionname erhalten bleiben konnte, sei Ausdruck dafür. Die Unternehmenskulturen der beiden Partner passten einfach sehr gut zusammen.
Bis mindestens 2031 soll die Partnerschaft gehen. Und sie soll weit über bloße Namensrechte hinaus gehen. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, so der ista-CEO Hagen Lessing.
Borussia und ista wollen das Stadionareal zu einem Vorzeigeprojekt für Energieeffizienz und intelligente Gebäudetechnik machen. „Die Ausstattung ist Kernbestand der Partnerschaft“, erklärt der ista-CEO. Nachhaltigkeit sei das Stichwort bei der Weiterentwicklung der Stadion-Infrastruktur, egal, ob es etwa zum Beispiel um Parkplätze, das Wegeleitsystem oder das Thema Photovoltaik gehe.
Recht konkret sind schon die Vorstellungen riesiger LED-Walls an den Stirnseiten des Stadions im Norden und Süden. Neben der Mannschaftsaufstellungen könne man sich da weitere fußballerische Informationen vorstellen. Hier hoffe man auch auf die Mitarbeit der Fans als Ideengeber. „Das soll aber kein Piccadilly Circus werden“, so Stegemann, „sondern ein echter Mehrwert mit Informationen“. Was die Qualität und Häufigkeit der Informationen angehe, müsse man „noch üben“, so der Borussia-Geschäftsführer.
Auch die Einladung an einen attraktiven Gegner wie den Europa-League-Sieger Aston Villa sei im Rahmen der Partnerschaft bereits mit der (finanziellen) Unterstützung von ista umgesetzt worden.
Der Energiedienstleister als Partner habe bei der überwiegenden Mehrheit der Fangemeinschaft Zustimmung gefunden. Natürlich habe es auch Kritik gegeben, das sei auch in Ordnung. In einer Demokratie dürfe man auch eine andere Meinung haben, so der Borussia-Geschäftsführer. Beleidigende Äußerungen seien allerdings inakzeptabel.