Zum Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 566 offene Ausbildungsplätze in Mönchengladbach. Darunter sind 21 freie Ausbildungsplätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die Lebensmittelindustrie in Mönchengladbach sucht 38 Auszubildende. Und auch Bäckereien bieten ebenfalls noch 38 Jugendlichen eine Ausbildung – am Backofen genauso wie am Verkaufstresen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.
„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen. Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt Ina Korte-Grimberg. Die Geschäftsführerin der NGG Krefeld-Neuss rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die drei Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Korte-Grimberg.
Wichtig sei, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Auszubildender verdient, muss passen. Gut seien Betriebe, der Tariflöhne zahlen und in denen es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gebe. Der Rahmenplan für die Ausbildung müsse eingehalten und der Auszubildende dürfe nicht ausgenutzt werden. So sollten angehende Bäckereifachverkäuferinnen nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt werden. Sie müssten vor allem in den Verkauf und an die Kasse, denn zur Ausbildung gehöre auch der kaufmännische Teil“.